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Sie befreien die Stadt vom Müll

Saarbrücken. Jedes Jahr gibt es in Saarbrücken die Picobello-Aktion. Die Einwohner wollen nicht warten, bis jemand ihren Wohnort aufräumt, sie packen selbst an. Das steigert die Identifikation und die Lebensqualität. bub/red

Kurz vor dem Frühlingsbeginn und rechtzeitig vor Einsetzen der Brut- und Setzzeiten - wird in Saarbrücken Frühjahrsputz gemacht. Seit über einem Jahrzehnt engagieren sich jährlich bis zu 20 000 Saarländer bei der sogenannten Picobello-Aktion. Vereine räumen die Nachbarschaft auf, Schüler ihre Schule, andere Freiwillige Wälder und Parkanlagen. So sammelten zum Beispiel an der Grundschule Wallenbaum rund 70 Kinder aus vier Klassen allerlei Dreck und Müll auf und hatten am Ende mehrere große Abfalltüten gefüllt mit Papier, Zigarettenstummeln, Flaschen oder Dosen. Das gefundene Glas brachten sie zum Container. Gereinigt wurden das Schulgelände und das Umfeld der Turnhalle.

Eine weitere Aktion gab es in Schafbrücke: Mehr als ein Dutzend Bürger trafen sich vergangene Woche an der Festhalle in Schafbrücke. Mit Besen und Rechen rückten die Mitglieder verschiedener Vereine, Gruppen und Parteien dem sich rund um die Festhalle angesammelten Müll, Schmutz und Laub zu Leibe. Organisiert wurde das Ganze von der Schafbrücker Arge. Mit der "Picobello-Aktion" wollen die Schafbrücker Vereine darauf hinweisen, dass ihnen der Erhalt der Festhalle am Herzen liege. Entgegen Bestrebungen der Stadt Saarbrücken die Festhalle aufzugeben, treten die Schafbrücker Vereine dafür ein, die Festhalle als kulturelles Ortsteilzentrum zu erhalten, heißt es in einer Mitteilung.