„Sicht nur, wenn ich mich querlegte“

Bei Regen im Rollstuhl verfolgte Helmut Knoll den Großen Zapfenstreich in Saarlouis. Offenbar verpasste er die eigens abgestellten Einweiser und bekam fast nichts zu sehen, klagt er.

Helmut Knoll aus Dillingen wollte sich am Samstag wie viele andere auch den Großen Zapfenstreich zum 55. Geburtstag der Saarlandbrigade anschauen: In Saarlouis, im historischen Wallgraben, im strömenden Regen. Und Knoll im Rollstuhl. Er schreibt an die SZ: "Wir hatten uns früh aufgemacht, in weiser Voraussicht, Rollstuhl, bekommst Platz. Loge war nicht! Na ja, ein Trost, die wurden auch nass: Erste Reihe Pech gehabt. Wer zu erst kommt . . . keine Barmherzigen, eben wohl keine Saarlouiser. Na ja, man ist ja auch keine Extrawurst. Immerhin: zweite Reihe.Vordran Regenschirem. Sicht nur, wenn ich mich querlegte. Aber wer kann schon für das Wetter. Keiner! Also, meine nur mal so, für die gefühlten zwei oder drei Rollstühle, wäre noch Platz so hinten, hinter den Promis, bestimmt gewesen. Überlegung fürs nächste Mal." Der Sprecher der Luftlandebrigade, Stefan Müller, sagte gestern dazu: "Die Luftlandebrigade 26 hatte zum Großen Zapfenstreich extra Soldaten eingeteilt, die Zuschauern im Rollstuhl gesonderte Plätze zugewiesen haben. Es wurde auch ein Rollstuhlfahrer identifiziert, der im Bereich vor die Tribünen begleitet wurde. Offensichtlich hat das nicht für alle Zuschauer funktioniert. Wir bedauern das natürlich sehr."

Und auch: "Als kleine Wiedergutmachung bietet die Luftlandebrigade 26 an, dem Betroffenen eine CD mit Bildern vom Großen Zapfenstreich zukommen zu lassen."

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