„Sicherheit steht an erster Stelle“

Im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken werden etwa 30 große Bäume gefällt, darunter etwa 20 sehr alte Buchen sowie Eschen, Erlen, Birken und Lärchen. Sie sind zur Gefahr geworden.

. Über tausend Bäume stehen nach Schätzung des Saarbrücker Stadtforstes im Deutsch-Französischen Garten (DFG). Etwa drei Dutzend von ihnen, vor allem im Bereich des sogenannten Glockenwaldes (in der Nähe des Deutschmühlentals/ehemalige Gulliver Welt/Tanzring) sind aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu halten. Wie Revierförster Rafael Greif schilderte, sind sie (etwa durch Pilzbefall) nicht mehr gesund, oder sie sind auf dem steilen, felsigen Untergrund durch ihre Masse in Schieflage geraten und nicht mehr standfest. Wie Besuchern seit längerem auffallen konnte, hingen einige Bäume bedrohlich schräg über dem Lesepavillon oder drohten in die "Fahrlinie" der Seilbahn zu wachsen oder Äste auf die Gleise der Kleinbahn stürzen zu lassen. "Sie sind wegen der starken Besucherfrequenz zur Gefahr geworden, hier muss Sicherheit an erster Stelle stehen", schildert Werner Trenz, der Bezirksgartenmeister im DFG die Notwendigkeit der Maßnahme.

Die wenigsten der Bäume können vom Boden aus gefällt werden, da es für sie keine ideale unschädliche Fall-Linie gibt. Baumkletterer Patrick Simon aus Mandelbachtal, ein erfahrener Spezialist für solche Einsätze, erklimmt die Stämme mit Steigeisen und sägt sie ast- und scheibenweise von oben nach unten - das kann im Einzelfall mehrere Stunden dauern und ist nicht ungefährlich.

Die entnommenen Bäume werden nicht durch Pflanzungen ersetzt. Der Bestand an jungen Bäumen (die jetzt viel Licht bekommen) ist dort so hoch, dass die Naturverjüngung rasch zu einer gewünschten Dichte führen sollte.