Sicheres Fest sorgt auch für Ärger

„Alles ausschließen kann man nicht“, sagt Saar-Spektakel-Organisatorin Christine Baran, aber ihr Team versuche, das Fest so sicher zu machen, wie es nur irgendwie gehe. Das sorgt auch für Ärger bei Besuchern.

 Wem es zu heiß wird, der kann sich beim Tauchen abkühlen.
Wem es zu heiß wird, der kann sich beim Tauchen abkühlen.
 Christine Baran koordiniert das Saar-Spektakel-Team.
Christine Baran koordiniert das Saar-Spektakel-Team.

Es wird Leute geben, die beim Saar-Spektakel am Wochenende sehr ungehalten reagieren. Es wird Leute geben, die mit den übelsten Schimpfwörtern um sich werfen werden. Und es wird Leute geben, die Saar-Spektakel-Organisatorin Christine Baran und ihr Team als inkompetent oder als zu pingelig bezeichnen werden. Der Grund: Es wird wie in den vergangenen Jahren ab und zu dazu kommen, dass Ordner Teile des Festgeländes an der Saar für nachrückende Besucher absperren - aus Sicherheitsgründen.

Baran rechnet mit 260 000 bis 280 000 Besuchern. Das Sicherheitskonzept, das ihr Organisationsteam zusammen mit der Polizei und den Notfallhelfern erstellt hat, ist auf eine noch höhere Besucherzahl von mindestens 300 000 Menschen ausgelegt, sagt sie.

Wenn Brücken und andere Zugänge zur Saar kurzzeitig gesperrt werden, dann geschehe das nicht willkürlich. Es sei klar festgelegt, wie viele Besucher pro Quadratmeter möglich sind, ohne dass Gefahr besteht. Wenn die Zahl erreicht ist, werde erst mal dichtgemacht. Da könne auch nicht diskutiert werden, ob jetzt noch ein paar mehr Leute durch die Absperrung dürfen.

"Wir müssen das klar durchziehen. Es geht um die Sicherheit der Leute, die zu uns aufs Fest kommen. Wir müssen diese Menschen schützen", erklärt Baran. Rund 150 Sicherheitsmitarbeiter sind deshalb an den drei Festtagen im Einsatz.

Auch den Tbilisser Platz vor dem Staatstheater, auf dem die Radio-Salü-Bühne steht, haben die Ordner im Blick. "Wenn er voll ist, sperren wir die Zugänge. Es soll ja noch Spaß machen, da zu stehen. Und es bringt nichts, wenn Leute in die Stände reingedrückt werden", sagt Baran.

Sollte es am Wochenende wieder sehr heiß werden, dann seien die Sanitäter darauf natürlich vorbereitet. "Außerdem ist genug Flüssigkeit vor Ort", sagt Baran, meint damit aber nicht die Saar als Abkühlort, sondern die über die ganze Fläche verteilten Gastronomiestände und die Wassersportangebote der Vereine.

Die Besucher bittet Baran um Verständnis: "Es gehört leider zu unserem Job, teilweise sehr wüste Beschimpfungen in Kauf nehmen zu müssen", sagt Baran, "aber einfach eine Bühne hinstellen und sagen, dass sich die Leute, die da hinkommen, schon einigen werden, wer wo steht, geht nicht bei so einer großen Veranstaltung."

Welche Straßen am Wochenende wegen des Saar-Spektakels gesperrt sind:>