Sechstes Spiel, sechste Niederlage

Die U 17-Fußballer des 1. FC Saarbrücken warten noch immer auf den ersten Erfolg in der Bundesliga-Saison. Gegen die TSG Hoffenheim war der FCS am Sonntag spielerisch und läuferisch unterlegen – und verlor folglich mit 1:2.

Trainer Helmut Gabriel spricht von "Fortschritten. Die sind zwar klein, aber wir machen sie." Torwart Moritz Krämer beschwört den Mannschaftsgeist: "Wir halten zusammen. Es fehlt uns nur noch ein bisschen. Das bekommen wir zusammen hin in dieser Saison." Fakt ist aber: Die 1:2 (0:0)-Niederlage gegen die Fußballer der TSG 1899 Hoffenheim war am Sonntag für den U 17-Bundesligisten 1. FC Saarbrücken das sechste verlorene Spiel in Serie. Der Aufsteiger aus dem Saarland wartet noch immer auf den ersten Punkt.

"Wir haben nach hinten gut gearbeitet und die Räume eng gemacht", sagt FCS-Trainer Michael Petry: "Aber im Umschaltspiel nach vorne haben wir zu viele Bälle verloren." Hoffenheim kontrollierte ein mäßiges Bundesligaspiel vor 250 Zuschauern im Ludwigsparkstadion. Doch bis zur Pause konnten die Gäste aus ihrer spielerischen und vor allem läuferischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Doch direkt nach dem Wechsel passierte es. Hoffenheims Robin Hack war auch gedanklich schneller als Saarbrückens Stefan Lopes Rocha, tanzte seinen Gegenspieler im Strafraum gleich zwei Mal aus und vollendete ins kurze Eck zum 1:0 für die TSG (41. Minute).

Auch beim 2:0 (61.) zeigten sich die athletischen Vorteile der Hoffenheimer. Justin Karlein schüttelte Gegenspieler Florian Deeg ab wie eine lästige Mücke und vollendete vorbei am chancenlosen Krämer. "Die haben einfach die Klasse, auch solche Pässe zu spielen", sagt der FCS-Torwart, der zuvor mit einigen starken Paraden seine Mannschaft im Spiel gehalten hatte.

Dass auch die Saarbrücker Fußball spielen können, zeigten sie am Ende. Der Anschlusstreffer zum 1:2 (79.) durch den eingewechselten Etienne Graef krönte eine sehenswerte Kombination - kam aber zu spät. "Unsere Jungs haben in den vergangenen Jahren immer nach vorne gespielt, ihre Gegner beherrscht", nennt Petry Gründe für die schwierige Saison: "Jetzt müssen sie plötzlich gegen den Ball arbeiten. Und das in einem deutlich höheren Tempo als letztes Jahr in der Verbandsliga. Das sind einfach mehr als nur zwei Stufen Unterschied."