Schwarz-Grün eine Option an der Saar

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) schließt ein Zusammengehen zwischen CDU und Grünen für die Zukunft nicht aus. Einerseits sei die von ihr geführte große Koalition mit der SPD nach dem Scheitern des Bündnisses der CDU mit FDP und Grünen 2012 gewählt worden, "um die Existenz des Landes zu sichern.

Und diese Aufgabe ist mit dieser Legislaturperiode noch nicht beendet", sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Saarbrücken . Anderseits habe sie immer betont: "Jamaika ist nicht an den Grünen gescheitert, sondern an der FDP ."

Auch auf Bundesebene hält das CDU-Präsidiumsmitglied Schwarz-Grün künftig für möglich. Das Regierungsbündnis in Hessen, aber auch die Koalitionsverhandlungen im Bund hätten gezeigt, dass es keine unüberwindbaren Hindernisse zwischen CDU und Grünen gebe. Nach der Bundestagswahl 2017 könne es wieder Gespräche zwischen den beiden Parteien geben, wenn dies rechnerisch möglich sei.

Schwer einzuschätzen sei, ob künftig auch ein Bündnis der CDU mit der Alternative für Deutschland (AfD) möglich sei, sagte Kramp-Karrenbauer. Bei der AfD komme es darauf an, wie sie sich positioniere: "Setzen sich die Europakritiker, die Marktliberalen, die Nationalkonservativen oder die christlichen Fundamentlisten durch?" Für die FDP gelte, dass sie sich neu aufstellen müsse. Im Saarland werde das nach dem Desaster der Jamaika-Koalition besonders schwierig. "Über politische Bündnisse wird erst nach einer Wahl entschieden", betonte Kramp-Karrenbauer.

Mehr von Saarbrücker Zeitung