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Schutzgemeinschaft verzeichnet Verminderung des Fluglärms

Bliestal/Saarbrücken. Mit Genugtuung wurde seitens der Saarländische Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Bischmisheim festgestellt, dass die Belastungen durch Fluglärm, die seit dem Einstieg von Air Berlin am Flughafen Saarbrücken deutlich zugenommen hatten, seit Herbst des vergangenen Jahres wieder zurückgegangen sind

Bliestal/Saarbrücken. Mit Genugtuung wurde seitens der Saarländische Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Bischmisheim festgestellt, dass die Belastungen durch Fluglärm, die seit dem Einstieg von Air Berlin am Flughafen Saarbrücken deutlich zugenommen hatten, seit Herbst des vergangenen Jahres wieder zurückgegangen sind. Das hängt nach Meinung der Mitglieder offensichtlich mit dem Bemühen des Flughafens, mancher Flugzeugführer und der Regierung um Lärmminderung zusammen. Die Tatsache, dass sich die Zahl der Probeläufe deutlich reduziert hat und die Zahl der Flugbewegungen in den vergangenen Monaten um bis zu 20 Prozent zurückgegangen ist, hat daran auch Anteil. Da nach dem neuen Flugplan aber die offizielle Ankunftszeit mehrerer Flüge mit dem Ende der Betriebszeit des Flughafens um 22.30 Uhr zusammenfällt, wird befürchtet, dass es infolge von Verspätungen wieder vermehrt zu Landungen nach 22.30 Uhr und zur Nachtzeit kommt. Mit großer Erleichterung wurde die Tatsache registriert, dass eine Verlängerung der Start- und Landebahn kein Thema mehr ist, denn diese hätte zu einer erheblichen Zunahme der Lärmbelastung vornehmlich für Ommersheim und Bischmisheim geführt. Die derzeitigen Arbeiten an den Enden der Piste dienen der Schaffung einer Sicherheitszone. Die für Landungen nutzbare Länge musste dafür aber auf 1850 Meter gekürzt werden. Bemängelt wurde, dass die Sicherheitsflächen rechts und links der Landebahn nach Ansicht von Fachkundigen nicht richtlinienkonform hergerichtet werden, was nach Meinung der Schutzgemeinschaft aus Gründen der Sicherheit aber dringend erforderlich ist. Viel Lob erntete der Vorstand für seine Arbeit in der Fluglärmkommission und deren Ausschüssen, der Arbeitsgemeinschaft deutscher Fluglärmkommissionen, für seinen Einsatz für die Installation der Messanlage an der Lärmbox, für seine vielfältige Beratertätigkeit und die Pflege der Kontakte zu den politischen Parteien, zur Genehmigungsbehörde und der Landesregierung. Die bisher immer fruchtbaren Gespräche mit der Geschäftsführung des Flughafens können zum Bedauern der Mitglieder derzeit leider nicht fortgesetzt werden, denn, ohne nähere Gründe zu nennen, weigert sich der neue Geschäftsführer des Flughafens, mit dem Vorstand der Saarländischen Schutzgemeinschaft ein Gespräch über anstehende Probleme zu führen. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. red