Schuppen wird zum edlen Esszimmer

Alles andere als eine Fastnachtsveranstaltung: Zum 31. Mal organisiert der Faschingsclub Eckelhausen im Dorf den Antik-, Floh- und Trödelmarkt. Noch bis Sonntagabend bieten 300 Händler ihre Waren an.

Eine Neuerung des am Freitag eröffneten Eckelhauser Trödelmarktes fällt sofort auf. Jahrzehntelang hat der organisierende Faschingsclub Bratwürste in der Scheune gebrutzelt und verkauft. Das war einmal. In den halb offenen Schuppen ist der Franzose Christian Tousch aus Saargemünd mit seinen antiken Möbelstücken eingezogen. Er kommt seit 15 Jahren. "Hier habe ich einen tollen Platz erwischt", sagt Tousch. Er restauriert die Möbel selbst und handelt gerne mit den Interessenten. "In erster Linie will ich die Kunden gut bedienen, es gehört zum Handwerk dazu", so Tousch. Mitgebracht hat er unter anderem einen mehr als 100 Jahre alten Wohnzimmerschrank, den er mit weiteren Stücken wie ein komplettes Esszimmer präsentiert. "Das passt hier gut. Die Atmosphäre und die Besucher stimmen", meint Tousch.

Wenn das Wetter mitspielt, ist mit 10 000 Marktbesuchern zu rechnen, schätzt Jürgen Baltes, Vorsitzender vom Faschingsclub. Alle Leute im Ort würden das Großereignis unterstützen. "Einige haben einen Stand vor der Tür, auf dem Grundstück, andere stellen den Parkplatz zur Verfügung, oder bauen selbst einen Stand auf", berichtet Baltes, der dann Besuch bekommt. Eingetroffen ist Händlerin Katharina Marx aus Merchweiler, die bei allen 30 zurückliegenden Märkten ausgestellt hat. "Jürgen, kann ich da vor dem Haus meinen Stand aufbauen?", fragt sie den Organisator. Baltes nickt. "Die Händler haben schon ihre gewissen Freiheiten. Bei der Standgröße geht es uns nicht um den Zentimeter", stellt er klar. Die 69-jährige Marktfrau hat nostalgische saarländische Artikel im Angebot. Humpen, Biergläser ehemaliger Brauereien , oder Spielkarten mit dem Werbelogo von Firmen, die schon vor Jahrzehnten dichtgemacht haben. "Es sind gesuchte Sachen, es gibt dafür viele Sammler", meint Marx.

Ein paar Stände weiter verrät der Duft von Räucherstäbchen: Hier gibt es Artikel für den Hippie. Die dazu passende Musik hat ein weiterer Aussteller massenweise dabei. Eine 2005er Festival-CD vom Püttlinger Rocco del Schlacko kostet zehn Euro, 14 Euro muss für die Kult-Platte "Twin Peaks" der Band Mountain hingelegt werden.

Rundum herrscht wirres Gewusel. Kreuz und quer schleppen Menschen gefüllte Bananenkisten durch die Gegend. "Viele Händler treffen jetzt ein. Richtig los geht es am frühen Samstagmorgen", weiß Baltes. Der Markt ist seit 30 Jahren beliebt, doch Baltes schwebt für die Zukunft eine Veränderung vor: "Ziel ist, den Markt mehr in Richtung antik zurückzubauen. Das zieht mehr Besucher an". Öffnungszeiten Markt:

diesen Samstag, 8 bis 20 Uhr, diesen Sonntag, 9 bis 18 Uhr.