| 00:00 Uhr

Schulbus stürzt in Straßengraben

45 Schulkinder saßen in dem Bus, der gestern nahe Geisfeld, etwa 20 Kilometer von Nonnweiler entfernt, von der Straße abkam und im Straßengraben landete. Acht Kinder wurden leichtverletzt. Ein Gutachter soll nun den Unfallhergang rekonstruieren. Foto: Axel Munsteiner
45 Schulkinder saßen in dem Bus, der gestern nahe Geisfeld, etwa 20 Kilometer von Nonnweiler entfernt, von der Straße abkam und im Straßengraben landete. Acht Kinder wurden leichtverletzt. Ein Gutachter soll nun den Unfallhergang rekonstruieren. Foto: Axel Munsteiner FOTO: Axel Munsteiner
Geisfeld. Das hätte schlimmer ausgehen können: Ein mit 45 Kindern besetzter Schulbus ist am Montagmittag bei einem Unfall nahe Geisfeld (Kreis Trier-Saarburg) in einen Graben gestürzt und umgekippt. Die Fahrerin wurde leicht verletzt. Acht Kinder zogen sich Prellungen oder Schürfwunden zu. Von SZ-MitarbeiterAxel Munsteiner

Es passierte gegen 13.40 Uhr in der Nähe des Ortseingangs von Geisfeld wenige Kilometer von der Landesgrenze zum Saarland entfernt: Auf der Kreisstraße 98 hat sich gestern ein Unfall mit einem Schulbus ereignet. In dem Bus saßen 45 Kinder im Alter von zehn bis 17 Jahren, die in Hermeskeil eine weiterführende Schule besuchen und auf dem Nachhauseweg Richtung Thalfang waren. Der Bus war in einer Kurve zunächst nach rechts auf den Grünstreifen gekommen, schleuderte dann über die Fahrbahn, stürzte in den Straßengraben und kippte dort um.

Die 51 Jahre alte Busfahrerin erlitt bei der Kollision leichte Verletzungen und einen Schock. Sie konnte deshalb bis gestern Abend noch nicht befragt werden. Die 45 Kinder befreiten sich selbst aus dem Bus. Die meisten gelangten durch die Heckscheibe, die sie vorher eingeschlagen hatten, ins Freie. Der Großteil von ihnen wurde von den Eltern abgeholt. 19 Jungen und Mädchen wurden im Bürgerhaus Geisfeld psychologisch und medizinisch betreut.

Keines der Kinder im verunglückten Bus habe gravierende Verletzungen erlitten, hieß es am Abend. Acht von ihnen wurden jedoch mit Prellungen oder Schürfwunden vorsorglich zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gefahren, so die Polizei in Hermeskeil.

Nach ihrer Auskunft sind die genauen Umstände des Unfallhergangs noch nicht geklärt. Zunächst hatte die Polizei gemeldet, dass der Busfahrerin ein weißer Transporter eines Paketdienstes entgegengekommen sei, der zu einem Überholmanöver angesetzt hatte. Der Bus habe dem Sprinter ausweichen müssen und sei dabei von der Straße abgekommen. Der Fahrer des Transporters sei weitergefahren, ohne sich um den Unfall zu kümmern.

Inzwischen ist klar, dass dieser weiße Kastenwagen dem Bus zum Zeitpunkt des Unfalls zwar entgegengekommen war. Inwiefern er aber in das Geschehen involviert war, sei offen, teilte die Polizei gestern Abend mit. Es habe keine direkte Berührung gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Der Fahrer des Transporters sei gefunden und befragt worden. Die Staatsanwaltschaft Trier lässt nun durch ein Gutachten den Unfallhergang rekonstruieren.