Schlendrian beim Spitzenreiter

Eigentlich könnte Fußball-Bezirksligist VfB Differten als Spitzenreiter mit fünf Punkten Vorsprung optimistisch in die am kommenden Sonntag beginnende Restrunde starten. Mit der Vorbereitung war VfB-Spielertrainer Thorsten Zimmer allerdings nicht wirklich zufrieden.

Nach einer eindrucksvollen Erfolgsserie hat sich beim Fußball-Bezirksligisten VfB Differten in der Winterpause der Schlendrian eingeschlichen. Und deshalb schlägt der Trainer Alarm. "Die Trainingsbeteiligung ist mangelhaft, da wünsche ich mir schon mehr", ging Thorsten Zimmer, der Spielertrainer des Bezirksliga-Spitzenreiters, mit seinem Team vor Kurzem doch hart ins Gericht. "Offenbar haben einige Spieler noch nicht verstanden, worum es für uns nach der Pause geht."

Dass es für den VfB in den verbleibenden 13 Spielen nur um den Titelgewinn gehen kann, ist klar. Nach stolzen 13 Siegen in Folge nimmt Differten die Restrunde als souveräner Tabellenführer in Angriff und möchte diesen Status auch beibehalten: "Wir sind fünf Punkte vor dem Tabellenzweiten SV Friedrichweiler und wollen um die Meisterschaft spielen. Das ist ganz klar", bestätigt Rudolf Körber, der Vorsitzende des Vereins. Nach der eher bescheidenen Vorbereitung bestehen aber zumindest Zweifel daran, ob der VfB seine tolle Serie am Sonntag im Restrunden-Auftakt zu Hause gegen den Tabellensechsten SV Fürstenhausen (15 Uhr) weiter ausbauen kann. In den fünf Testspielen setzte es für Differten gleich drei Niederlagen, davon fielen zwei heftig aus: Ein 1:7 gegen Landesligist SV Hermann-Röchling-Höhe und eine 0:7-Klatsche gegen Verbandsligist SV Merchweiler zeugen nicht gerade von einer übermäßig guten Form. Immerhin lässt Körber durchblicken, dass sich die Mannschaft inzwischen auf dem Wege der Besserung befindet: "Die Einstellung ändert sich so langsam. Im Training sind im Schnitt 20 Spieler. Ich denke, sie wissen jetzt, dass sie die Gejagten sind."

Ob es allerdings reicht, um das schwere Auftaktprogramm zu meistern, bleibt abzuwarten. Nach dem Heimspiel gegen Fürstenhausen (Hinspiel 1:2) geht es für Differten zum viertplatzierten SC Roden, der mit 33 Punkten sieben Zähler zurückliegt und gegen den der VfB im August des vergangenen Jahres beim 3:4 seine bis dato letzte Niederlage einstecken musste.

Zimmer verlängert Vertrag

Schon jetzt ist dagegen klar, dass Zimmer auch in der kommenden Saison Spielertrainer der Rot-Weißen sein wird. Sein Vertrag wurde kürzlich um ein Jahr verlängert, gleiches gilt für Co-Trainer Thomas Hahn. "Beide machen das mit der jungen Truppe sehr gut", findet Körber lobende Worte. Müssten also nur noch die Spieler künftig wieder engagierter bei der Sache sein.

Im Kader des VfB hat es in der Winterpause Zuwachs gegeben. Vom FV Siersburg II hat sich Salvatore Mazza dem Spitzenreiter angeschlossen, außerdem kamen Adam und Janosch Pater vom Saarlandligisten VfB Dillingen. Den umgekehrten Weg wollte im Winter eigentlich Ludovic Lanza gehen. Allerdings habe sich Dillingen laut Körber zu wenig um die Angelegenheit gekümmert, so dass Lanza in diesem Halbjahr nur für Differten spielberechtigt ist. Gut möglich also, dass der Franzose weiter das Trikot der Rot-Weißen überstreift.