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Schindel will Busse ohne Fahrscheine

Saarbrücken. Bus fahren, ohne einen Fahrschein zu lösen - das soll im Großraum Saarbrücken möglich sein. Das fordert jedenfalls der Linken-Politiker und Saarbrücker Sozialdezernent Harald Schindel. Im Kommunalwahlkampf im Frühjahr hatte Schindel - wie die Piratenpartei auf Landesebene auch - den fahrscheinlosen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zum Thema gemacht.Die Saarbrücker CDU hat den Linken damals scharf kritisiert. Martin Rolshausen

Aber auch bei SPD und Grünen, den Koalitionspartnern der Linken im Saarbrücker Stadtrat, stößt die Idee nicht auf offene Ohren. Im Koalitionsvertrag spielt das Thema keine Rolle. Und auch aus seiner eigenen Partei musste sich Schindel Kritik anhören. Der fahrscheinlose ÖPNV muss schließlich bezahlt werden. Und Autofahrer dafür zur Kasse zu bitten, kann sich außer der Piratenpartei offenbar niemand vorstellen.

Das Ganze sei aber "keine Schnapsidee", sagt Schindel. Und will deshalb im kommenden Jahr über seine Partei Experten nach Saarbrücken einladen. In öffentlichen Veranstaltungen sollen sie dann mit den Bürgern die Idee beraten.