Scheck für Brückensanierung

Ein symbolischer Scheck über 350 000 Euro wird der Stadt Homburg heute vom Saar-Wirtschaftsministerium überbracht. Die sind gedacht für die Sanierung der städtischen Straßenbrücke an der Berliner Straße über die ehemalige Trasse der Glantal-Bahn in Erbach.

Wenn es heute um 13.30 Uhr an der Pforte des Homburger Rathauses "klingelt", dann wird man gerne die Tür aufmachen. Denn es hat sich Besuch von der Landesregierung angekündigt, namentlich Georg Jungmann, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Jungmann kommt aus gutem Grund, und der findet sich in seinem Gepäck: Ein symbolischer Scheck über knapp 350 000 Euro. Die sind gedacht für die "grundhafte" Sanierung der städtischen Straßenbrücke an der Berliner Straße über die ehemalige Trasse der Glantal-Bahn in Erbach. Die Fördermittel stammen aus einem Topf mit schier unaussprechlichem Namen. Hinter der kryptischen Abkürzung "GVFG" verbirgt sich der Begriff Gemeindeverkehrsfinanzierungskonzept. Oder, um es noch ein bisschen förmlicher und offizieller zu machen: Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden. Mit diesem Instrument will der Bund den Ländern mit Investitionen bei der Sanierung von Verkehrsinfrastruktur unter die Arme greifen. Nun steht Homburg am Topf. Bürgermeister Klaus Roth nannte die anstehende und nun vom Land bezuschusste Baumaßnahme gestern im Gespräch mit unserer Zeitung "etwas ganz Normales. Es gibt einen Sanierungsplan für Brücken und nun ist eben diese Brücke über die alte Trasse der Glantal-Bahn dran." Dass eine grundlegende Sanierung des Bauwerks nötig sei, daran ließ Roth keinen Zweifel aufkommen. "Wenn man sich die Brücke anschaut, dann wird einem der Instandsetzungsbedarf schnell klar." Dabei habe sich grundsätzlich und theoretische auch die Frage gestellt, ob man die Brücke nicht ganz abreißen könnte, um dann die Lücke zwischen den beiden Brückenzufahrten zu verfüllen und so eine durchgängige Straßenführung zu erreichen. "Das wäre aber bei weitem teurer als die Sanierung des Bauwerkes", so Roth.

In Kürze werde man, so Homburgs Pressesprecher Jürgen Kruthoff, mit den ersten Arbeiten im unteren Teil der Brücke beginnen. Später, wenn es um die eigentliche Fahrbahn gehe, werde man so verfahren, wie man es schon bei anderen Brückensanierung entlang der Berliner Straße gemacht habe. "Die Brücke wird jeweils einseitig gesperrt und der Verkehr über Ampeln geregelt." Dafür sei ein Zeitfenster von rund 14 Wochen vorgesehen. Gut 400 000 Euro, so Kruthoff, werde die gesamte Baumaßnahme kosten. Bauende ist für September geplant, "Ziel ist es, vor dem Winter fertig zu sein."

Während also im Jahr 2014 die Sanierung der Brücke der Berliner Straße über die ehemalige Glantal-Bahn ansteht, ist diese selbst schon nicht mehr existent. Lediglich die Schneise der alten Verbindung zwischen Homburg und Waldmohr ist noch zu erkennen, Gleise und Bahnschwellen sind schon komplett abgebaut. Die Trasse der Bahnlinie war in der Vergangenheit immer wieder als mögliche Routenführung für einen Autobahnanschluss Homburg-Ost ins Gespräch gebracht worden. Die nun anstehende Brückensanierung habe aber mit diesen Überlegungen nichts zu tun, so Roth gestern.