Saarpfalzhalle in Einöd soll komplett saniert werden

Die in die Jahre gekommene Saarpfalzhalle in Einöd soll einer Komplettsanierung unterzogen werden. Für die 930 000 teueren Arbeiten sprach sich der Einöder Ortsrat aus. Einem Neubau erteilte das Gremium eine Absage.

Mit der Sanierung der Saarpfalzhalle sowie der Außenrenovierung des Bürgerhauses gehen für den Ortsrat Einöd zwei, schon seit Jahren geäußerte Forderungen nun in Erfüllung. Wie der Leiter der Amtes für Gebäudemanagement und Tiefbau, Roland Lupp, in der jüngsten Ortsratssitzung erklärte, liegen nach einer energetischen und statischen Untersuchung zur Einöder Sporthalle jetzt drei Ergebnisvorschläge auf dem Tisch: eine 580 000 Euro teure Teilsanierung, eine 930 000 Euro teure Komplettsanierung oder ein Neubau der Halle an gleicher Stelle und in gleicher Größe mit Kosten von über vier Millionen Euro (wir berichteten).

"Das sind heftige Summen", meinte Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD), der einen Neubau als "völlig indiskutabel" bezeichnete. "Wir brauchen diese Sporthalle im drittgrößten Homburger Stadtteil", bekräftigte Schuberth mit Blick auf die intensive Nutzung der Sporthalle von Hunderten von Sporttreibenden und vielen Kindern: "Die Halle muss renoviert und in einen vernünftigen, brauchbaren Zustand versetzt werden".

Dem Vorschlag für einen Neubau oberhalb des Sportplatzes von Jürgen Lutter (CDU) widersprach SPD-Fraktionssprecher Ulrich Fremgen vehement: "Es war immer das Ziel, den Sport an einer Stelle zu konzentrieren". Die genannten Summen seien "kein Zuckerschlecken", stellte Otto Schöbel (FWG) fest. Am Ende der Diskussion im Ortsrat sprach sich der Ortsrat auf Vorschlag des Ortsvorstehers bei einer Enthaltung von Lutter für eine Komplettsanierung der Saarpfalzhalle in mehreren Teilabschnitten aus. Diese sei auch für die Stadt finanziell tragbar", meinte Schuberth und erinnerte daran, dass Einöd in den letzten Jahren "nicht gerade mit Wohltaten von der Stadt überschüttet wurde". Frühestens im Herbst werde man mit der Sanierung beginnen und sich zuerst die Dacheindeckung vornehmen, um im Innern der Halle dann besser arbeiten zu können, kündigte Lupp in Einöd weiter an. Unter anderem soll aus energetischen Gründen die schlechte Verglasung ausgebaut und dreifach verglaste, ballsichere Fenster eingebaut werden. Positive Nachrichten hatte er auch zur Außenrenovierung des Bürgerhauses mitgebracht: "Der Weg der Außenfassade ist vorgezeichnet. Geld steht im Haushalt bereit".

Die Ausschreibung werde noch vor Ostern rausgehen, so dass man im Sommer beginnen könne. So wolle man den unteren Sandstein behalten, auch die Sandsteintreppe bleibe so wie sie ist, es werde nur der Putz erneuert. Ziel sei es, "die Sandsteine, die prägend für das Gebäude sind, zu erhalten". Die Kosten für die Außenrenovierung bezifferte Lupp auf 40- bis 50 000 Euro.