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Saarländischer Hilfstransport für die Hochwasseropfer in Rumänien

Saarländischer Hilfstransport für die Hochwasseropfer in Rumänien

Sulzbachtal/Fischbachtal. Der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis Saarland (DRFK) mit Sitz in Bildstock hat jetzt erneut Hilfsgüter zum rumänischen Partnerverein nach Lipova gebracht. Die Rumänen fuhren die Güter dann ins schwer verwüstete Hochwasser-Katastrophengebiet

Sulzbachtal/Fischbachtal. Der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis Saarland (DRFK) mit Sitz in Bildstock hat jetzt erneut Hilfsgüter zum rumänischen Partnerverein nach Lipova gebracht. Die Rumänen fuhren die Güter dann ins schwer verwüstete Hochwasser-Katastrophengebiet.

Vier Tage waren die einheimischen Helfer Mitte Juli auf schlechten Straßen 1600 Kilometer ohne Pause unterwegs, um die 30 000 Einwohner zählende Stadt Dorohoi im Nordosten Rumäniens zu erreichen. "Geschlafen wurde auf dem Beifahrersitz", berichtet Willi Gehring, der DRFK-Vorsitzende. Die Saarländer bezahlten das Benzin. Zu den Hilfsgütern fürs Hochwassergebiet kamen noch 300 Kleider-Kartons. Rumänische Firmen stifteten zudem über zwei Tonnen Lebensmittel und 1000 Liter Getränke.

Die Saarländer reisten nach Lipova, um beim Auspacken sowie Sortieren zu helfen und um die Verteilungsaktion vorzubereiten, was einen Tag beanspruchte. Mit dabei waren Bernd und Eva Schröder aus Quierschied, Peter Haupenthal aus Dudweiler sowie Harald Hauch und Willi Gehring aus Friedrichsthal.

Gehring berichtet, dass die rumänischen Helfer nach ihrer Rückkehr von acht Menschen allein in Dorohoi erzählten, die durch die Naturkatastrophe umkamen. Neben dem Verladen und Vorbereiten des Hilfsgütertransports hatte der DRFK sich weitere Aufgaben während seines einwöchigen Aufenthalts gesetzt. Der Verein kümmerte sich um die Vorbereitungen zum Bau eines Kinderspielplatzes in der Gemeinde Sistarovat, dessen Spielgeräte durch saarländische Spenden finanziert und von einer Truppe des Technischen Hilfswerks aufgebaut werden. Der Platz soll im Oktober mit einem Kinderfest eingeweiht werden.

Außerdem schauten sie sich ein Kinder-Ferienlager an, das von einer englischen Hilfsorganisation organisiert wird, da der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis im nächsten Jahr selbst Kindern aus armen rumänischen Familien einen Ferienaufenthalt ermöglichen will.

Schließlich trafen sich die Helfer mit einem durch saarländische Hilfe noch im Aufbau befindlichen Verein für behinderte Kinder und Jugendliche. Willi Gehring berichtet, dass behinderte Kinder in Rumänien in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen und "quasi versteckt" würden. Daher erhielten die Jungen und Mädchen kaum Förderung. Hier möchte das saarländisch-rumänische Projekt ansetzen und unterstützen. dla

Die Delegation des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises (DRFK) beim Hilfstransport. Foto: DRFK