Saarforst lässt Pappeln zur Verkehrssicherung fällen

Am Scheidterberg wurden zehn Pappeln gefällt, obwohl die auf den ersten Blick gesund schienen. Doch weil in der Nähe Wohnhäuser stehen, musste der Saarforst die Bäume zur sogenannten Verkehrssicherung fällen.

Bettina Brungs war einen Moment sprachlos. Wie so oft machte sie sich auf in den Wald oberhalb ihres Hauses am Scheidter Berg, um spazieren zu gehen. Doch wo sonst dichter Wald steht, klaffte plötzlich eine Lücke. Zahlreiche Bäume fehlten, für sie ohne ersichtlichen Grund. Die Arbeiter, die dort zugange waren, konnten ihr allerdings auch nicht weiterhelfen, warum die Bäume gefällt wurden. "Da ist eine tiefe Klamm im Wald, und dort wurden nicht nur Fichten, sondern auch Pappeln gefällt." Also setzte sie sich an ihr Telefon und versuchte, Auskunft drüber zu bekommen, warum die Bäume gefällt wurden. Der zuständige Förster sagte ihr, dass die Arbeiten der Verkehrssicherung dienten. Die Bäume hätten das angrenzende Wohngebiet gefährdet. Doch die Antwort stellte sie nicht zufrieden. "Aber in meinen Augen war das nicht nachvollziehbar", sagt Brungs. Schließlich hätten die Pappeln noch gesund ausgesehen.

Joachim Stelzer, Geschäftsbereichsleiter Waldbewirtschaftung und Naturschutz beim Saarforst, erklärt, dass der erste Eindruck bei Pappeln täuschen kann: "Dort wurden tatsächlich zehn Pappeln zur Verkehrssicherung gefällt. Pappeln sind eine sehr kritische Baumart. Man sieht ihnen nämlich nicht an, ob sie krank sind oder Pilze haben." Das sei nach Angaben des Försters der Fall gewesen, so dass die Bäume vergangene Woche gefällt wurden. Auch wenn nun eine Lücke im Wald klafft.

Den Hinweis für diesen Artikel bekamen wir von Bettina Brungs aus Scheidt. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie die Telefonnummer (06 81) 5 95 98 00, oder schicken Sie ihre Nachricht an unsere E-Mail-Adresse: leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter.