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Saarbrücker Unkonzentriertheit: Wieder spät den Ausgleich kassiert

Saarbrücken. Regionalliga-Absteiger Saar 05 Saarbrücken ist bei Oberliga-Aufsteiger Rot-Weiß Koblenz trotz 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus gekommen. Wie in den zwei Saisonspielen zuvor zeigten die Saarbrücker am Ende der Partie Nachlässigkeiten. Sebastian Zenner

89 Minuten lang war Fußball-Oberligist Saar 05 Saarbrücken am Mittwochabend die spielbestimmende Mannschaft. Doch wie in den Partien gegen den SV Morlautern und den FC Wiesbach, die 2:2 endeten, kassierte die Mannschaft von Trainer Timon Seibert in den letzten Minuten den Ausgleich. Dieses Mal sogar in Überzahl. Gastgeber Rot-Weiß Koblenz reichten vor knapp 150 Zuschauern zwei Offensivaktionen - und wieder hieß es für Saar 05 nur 2:2 (1:0). "Bis dahin haben wir alles richtig gemacht", sagt Seibert: "Dann kamen zwei lange Bälle, die wir nicht verteidigt haben - und schon hat es zwei Mal geklingelt. Im Moment haben wir wohl ein Talent für solche Situationen."


Athanasios Noutsos brachte Saar 05 mit einem verwandelten Foulelfmeter nach neun Minuten in Führung. Armend Haliti war im Strafraum gefoult worden. In der Folge bestimmten die Gäste die Partie, legten aber erst in der 72. Minute nach. Dieses Mal war es Haliti, der nach einem Angriff über rechts die Hereingabe von Lars Anton verwandelte.

In der 75. Minute sah der Koblenzer Jonas Lauer die Gelb-Rote Karte. Trotz Unterzahl: Der erste lange Ball, den die 05er-Abwehr nicht klären konnte, fiel an der Strafraumlinie Dominik Schmidt vor die Füße. Volleyschuss in den Winkel - das 1:2 in der 89. Minute. Drei Minuten später: Wieder ein langer Ball. Derrick Miles traf - und nichts war es mit dem ersten Saisonsieg für Regionalliga-Absteiger Saar 05.



"Ich kann es mir nicht erklären", antwortet Seibert auf die Frage, weshalb seine Mannschaft in den Schlussminuten unkonzentriert ist: "Im Moment wird jedenfalls jede Nachlässigkeit direkt bestraft. Das ist frustrierend." Neun Punkte hätte Saar 05 mit wenigen konzentrierten Minuten mehr auf dem Konto haben können. So sind es drei. "Wir trauern dem nicht nach, sondern krempeln die Ärmel hoch", kündigt er an. Morgen kann die Mannschaft dies unter Beweis stellen, wenn die TSG Pfeddersheim um 14.30 Uhr im Kieselhumes-Stadion zu Gast ist.

"Pfeddersheim ist ein anderes Kaliber als Koblenz. Die TSG hat eine richtig gute Truppe, steht kompakt, bringt Tempo ins Spiel und hat mit Kevin Gotel einen für die Liga überragenden Stürmer", sagt Seibert: "Auf der anderen Seite liegt es nur an uns. In Koblenz hat unser Plan funktioniert. Nur müssen wir diese Nachlässigkeiten in der Schlussphase schnellstmöglich abstellen."