Saarbrücker erfüllen Wünsche armer Menschen

Weil viele Menschen unverschuldet in Not geraten, hat der Caritasverband 2006 erstmals einen Wunschbaum aufgestellt. Seitdem halfen schon viele Bürger und Firmen mit, Kindern und Erwachsenen wichtige Dinge wie Schuhe oder einen Mantel zu besorgen.

Seit vielen Jahren steht ein ganz besonderer Weihnachtsbaum in der Eingangshalle des Saarbrücker Caritasverbandes in der Johannisstraße 2. Auf mehr als 90 kleinen Wunschkärtchen haben die Caritas-Mitarbeiter Wünsche von Kindern, Eltern sowie Einzelpersonen, die von der Caritas betreut werden, niedergeschrieben.

Die Kärtchen in Form von gelben Sternen hängen zwischen den Zweigen. Jeder Bürger kann sich einen Wunschzettel herauspflücken und einem Kind oder Erwachsenen einen Weihnachtswunsch erfüllen. "Die Aktion hat einen ganz besonderen Hintergrund", sagt Stephan Franz, Organisator der Aktion bei der Caritas . "Die Zahl der von Armut betroffenen Personen steigt - besonders in Haushalten mit mehreren Kindern, Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern und Senioren, die mit ihrer Rente ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. Menschen, die bisher in gesicherten Verhältnissen gelebt haben, geraten unverschuldet plötzlich und unerwartet in Not - und das häufig neben unserer eigenen Haustür." Die Wunschbaum-Aktion gebe es bereits seit 2006. Dabei geht es nicht darum, Luxusgüter zu verschenken, erklärt Franz, sondern um ein paar neue Schuhe , eine Winterjacke, Spielsachen und Bücher, einen Ausflug ins Schwimmbad oder Kinobesuch mit der Familie.

Die meisten dieser Herzenswünsche kosten zwischen 10 und 25 Euro. "Bisher konnte jeder Wunsch erfüllt werden, sagt Franz und bittet die Bürger , die Aktion zu unterstützen. Wer nicht im Haus der Caritas vorbeikommt, könne auch mit einer Geldspende helfen.

Weitere Infos bei Stephan Franz, Tel. (06 81) 3 09 06 32.