Saarbrücken schaut nach oben

Saarbrücken. Wer auf dem Saarbrücker Christkindl-Markt den fliegenden Weihnachtsmann bestaunen wollte, musste bisher den Kopf in den Nacken legen, um zu sehen, wie der Schlitten auf dem Drahtseil 35 Meter über den St. Johanner Markt gleitet

Saarbrücken. Wer auf dem Saarbrücker Christkindl-Markt den fliegenden Weihnachtsmann bestaunen wollte, musste bisher den Kopf in den Nacken legen, um zu sehen, wie der Schlitten auf dem Drahtseil 35 Meter über den St. Johanner Markt gleitet. "Es wäre doch spannend, wenn man dem Weihnachtsmann bei seinem Flug in die Augen schauen kann", hat sich Walter Poggenpohl gedacht - und mit seinem Team den Saarbrücker "Stern von Betlehem" erfunden.

Walter Poggenpohl ist Vorsitzender des Saarbrücker Verkehrsvereins. Der Organisation also, die den Christkindl-Markt zum 26. Mal veranstaltet. Der "Stern von Betlehem" ist eine Gondel, die am St. Johanner Markt bis zum 23. Dezember samstags und sonntags von einem Kran knapp 70 Meter in die Höhe gezogen wird. Die etwa 20 Menschen, die pro Fahrt mit nach oben können, sind dann zeitweise nicht nur mit dem fliegenden Weihnachtsmann auf Augenhöhe; sondern haben auch einen herrlichen Blick über die Innenstadt.

Über eine weihnachtliche Innenstadt, wie Poggenpohl bei der Präsentation des Christkindl-Markt-Programms betonte. Der Verein stellt nicht nur 92 Hütten, sondern 250 kleine und acht große Weihnachtsbäume auf. Zwei davon sind etwa 13 Meter hoch.

Einer der beiden großen Bäume steht vor der Baustelle an der Bergwerksdirektion. Dorthin wird der Verkehrsverein den Christkindl-Markt in diesem Jahr erstmals erweitern. Wenn das neue Einkaufszentrum fertig ist, also im nächsten Jahr, werde es ein neues Konzept für den Markt geben. "Wir wollen den Bereich dort einbeziehen und arbeiten schon mit dem Centermanagement zusammen", sagte Poggenpohl.

Der "erste Schritt über die Viktoriastraße", wie Poggenpohl die kleine Erweiterung nennt, und die Gondel am Markt sind nicht die einzigen Neuerungen. Erstmals soll es einen Weihnachts-Express geben. Die kleine Bahn soll zwischen dem neuen C & A und dem Staatstheater pendeln. Sie wird durch die Bahnhofstraße fahren und dann auf die Wilhelm-Heinrich-Brücke abbiegen, um zum Theater zu kommen. Über den St. Johanner Markt kann sie nicht fahren. "Der St. Johanner Markt ist weiter das Herz des Christkindl-Markts. Da ist zu viel los", erklärte Poggenpohl.

Der Weihnachtsmann fliegt mit seinem Drahtseilschlitten nicht nur vom 27. November bis 22. Dezember täglich um 17 und 19 Uhr über den Markt. Er hat samstags und sonntags auch Zeit, mit Kindern auf der Bühne am Markt zu reden.

Die Verkaufshäuschen sind sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr geöffnet. Am Samstag, 28. November, und am Sonntag, 29. November; sind die Häuschen bis 23 Uhr geöffnet, zur "Eventnacht" am Samstag, 12. Dezember, bis 24 Uhr. In dieser Nacht sind auch die Geschäfte in der Innenstadt bis Mitternacht offen.

"Es wäre doch spannend, wenn man dem Weihnachts- mann bei seinem Flug in die Augen schauen kann."

Walter Poggenpohl, Verkehrsverein