Rund 600 Millionen Euro Umsatz im Einzelhandel

Saarbrücken. Von "plattgesessenen Lorbeeren" hält der Vorsitzende des Saarbrücker Vereins für Handel und Gewerbe, Max Schoenberg, wenig. "Saarbrücken soll noch schöner werden", sagte Schoenberg bei der Hauptversammlung des Vereins in der Stadtgalerie. Die Landeshauptstadt sei "sexy", sowohl äußerlich als auch auf dem Papier

Saarbrücken. Von "plattgesessenen Lorbeeren" hält der Vorsitzende des Saarbrücker Vereins für Handel und Gewerbe, Max Schoenberg, wenig. "Saarbrücken soll noch schöner werden", sagte Schoenberg bei der Hauptversammlung des Vereins in der Stadtgalerie. Die Landeshauptstadt sei "sexy", sowohl äußerlich als auch auf dem Papier. Und dieses Selbstbewusstsein gelte es zu nutzen.Mindestens 600 Millionen Euro Endverbraucherumsatz verzeichneten die Händler im vergangenen Jahr, erklärte Schoenberg. Diese Zahl sagt alles, findet der Verein. "Seit langem gibt es wieder private Investitionen", verriet Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

"Einkaufen ist hier mehr als bloße Bedürfnisbefriedigung", betonte der Geschäftsführer der City-Marketing GmbH Alexander Hauck. Der gebürtige Pfälzer hat die Außenansicht: Selten wurde er so freundlich beim Einkauf umsorgt, wie bei seinem ersten Rundgang durch die Saarbrücker Einkaufspassagen, berichtete er. "Saarbrücken ist eine attraktive Landeshauptstadt mit Herz", ergänzte Charlotte Britz. Mit Herz, und vielen Blumen, Pflanzeninseln und Ruhebänken. Die hübschen das Antlitz der Stadt auf.

Manche vermeintlichen Verzierungen sind allerdings unerwünscht. Graffiti ist Max Schoenberg ein Dorn im Auge.

Mangelnde Sauberkeit sei immer noch ein Problem. Wie es richtig gemacht wird? "Vergleichen Sie die Bahnhofstraße von vor zwei Jahren mit der von heute", forderte Britz auf. Oder das neue Kaiserviertel. Engagierte Händler gestalteten die Straßen und Fassaden neu - nach dem Motto: Eigentum verpflichtet.

Häuser mit Schönheitsfehlern sollen auch renoviert werden. Der Verein versprach jedenfalls, dass er die Ärmel hochkrempelt, eben weil er davon überzeugt ist, dass Saarbrücken noch attraktiver werden kann.

Hier lässt sich's prima einkaufen und verweilen: Blick in Saarbrückens "gudd Stubb" - auf den St. Johanner Markt. Archivfoto: Iris Maurer.

Wobei es nicht nur darum gehe, von anderen, etwa von der Stadtverwaltung und der Politik, mehr Engagement zu fordern, betonte Schoenberg. Die Händler selbst müssen etwas tun. Und dazu seien zumindest die rund 170 Mitglieder des Vereins bereit. dma