Rudolf Renner ist neuer Polizeiseelsorger

Er hilft Beamten beim Umgang mit Erfahrungen wie Tod, Leid, Gewalt und Schuld: Der neue Polizeiseelsorger Rudolf Renner. Der 54-Jährige wird am 9. November bei einem Gottesdienst in Saarbrücken in sein neues Amt eingeführt.

Rudolf Renner ist neuer evangelischer Polizeiseelsorger im Saarland. Der 54-jährige Theologe wurde von der Evangelischen Kirche im Rheinland ins Amt des Landespfarrers für Polizeiseelsorge berufen, wie die rheinische Landeskirche in Düsseldorf jetzt mitteilte. Er soll im Rahmen einer Halbtagsstelle die rund 2700 Polizisten im Saarland betreuen, in der polizeilichen Fort- und Weiterbildung mitarbeiten sowie berufsethischen Unterricht an der Fachhochschule für Verwaltung in Göttelborn erteilen, hieß es.

Renner ist Nachfolger von Pfarrerin Christine Unrath, die von 2003 bis Juli 2014 das Amt innehatte. Er wird am 9. November um 14 Uhr in einem Gottesdienst in der Stiftskirche St. Arnual in Saarbrücken in sein neues Amt eingeführt. Im Rahmen seiner anderen halben Stelle unterrichtet Renner zudem evangelische Religion am privaten katholischen Gymnasium Marienschule in Saarbrücken.

Renner wurde 1961 in Bremen geboren. Er studierte evangelische Theologie in Bielefeld-Bethel, Tübingen und Hamburg. 1993 wurde er als Pfarrer der Sächsischen Landeskirche ordiniert und arbeitete dort in mehreren Gemeindepfarrstellen. Außerdem war er 13 Jahre lang Notfallseelsorger in Dresden.

Seit 2009 ist die Polizeiseelsorge in der rheinischen Kirche als landeskirchliche Aufgabe gestaltet. Insgesamt stehen für die mehr als 30 000 Polizeibeamten im Gebiet der rheinischen Kirche sechs Landespfarrer für die Polizeiseelsorge zur Verfügung. Dabei helfen die Polizeiseelseelsorger den Beamten beim Umgang mit Erfahrungen wie Tod, Leid, Gewalt und Schuld.