Rotes Kreuz bringt Demenzkranke in Bewegung

Ehrenamtliche Demenzbegleiter betreuen Demenzkranke einmal in der Woche. Nun kommt ein Bewegungsprogramm dazu, um die Patienten körperlich und geistig fit zu halten. Dazu bietet das Rote Kreuz eine Weiterbildung für Übungsleiter an.

Der Rotkreuz-Landesverband bringt demenzkranke Menschen im "Café Vergissmeinnicht" in Bewegung. In diesen Betreuungsgruppen werden die Kranken von geschulten ehrenamtlichen Demenzbegleitern und -begleiterinnen unter Anleitung einer Fachkraft einmal wöchentlich für drei Stunden betreut und beschäftigt. Angehörige können sich in dieser Zeit vom schwierigen Pflege- und Betreuungsalltag erholen und die Zeit sinnvoll für sich nutzen. Die Kosten für die Betreuung erstatten die Pflegekassen unter bestimmten Voraussetzungen, teilt das Rote Kreuz mit.

Bei der Demenz verlieren die Kranken auch motorische Fähigkeiten. Dem sollen die Bewegungsangebote des DRK entgegenwirken. Von einem Stuhl aufstehen oder selbstständig gehen seien der Schlüssel zur Selbstständigkeit älterer Menschen. Gehen diese Fähigkeiten verloren, führe dies unweigerlich zu einem hohen Betreuungsaufwand, erklärt das DRK.

Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz profitierten von einem gezielten Bewegungsprogramm. Die Patienten werden nicht nur fitter, sondern trainieren auch die geistigen Fähigkeiten. In einer Kleingruppe soll eine Übungsleiterin Angebote unter dem Motto "Bewegung mit allen Sinnen" machen. Das DRK wird nach eigenen Angaben im Juli in einer ersten Weiterbildung Interessierte in einer viertägigen Zusatzausbildung qualifizieren, sodass das neue Angebot im September starten kann. Das DRK sucht nun Menschen, die eine Übungsleiterqualifizierung und Erfahrung in der Betreuung Demenzkranker haben.

Weitere Informationen beim DRK-Landesverband, Claudia Ruppert, Tel. (06 81) 5 00 42 43.

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