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Richtig debattieren macht Spaß

Nadine Meiser, Oliver Keßler, Franziska Herrmann und Tim Holz (von links) debattierten in Lebach. Fotos: Thomas Seeber
Nadine Meiser, Oliver Keßler, Franziska Herrmann und Tim Holz (von links) debattierten in Lebach. Fotos: Thomas Seeber
Lebach. Spannend war das Debattenduell am Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasium. Beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ übten sich 20 junge Menschen aus fünf Schulen in der freien Rede, im Austausch von Argumenten und im Pro und Contra. Von SZ-RedakteurinMonika Kühn

Soll in der Fußballbundesliga die Torlinientechnik eingeführt werden? oder soll es in Deutschland eine Pkw-Maut geben? - dies waren die beiden Themen in der Finalrunde des Regionalentscheids zu "Jugend debattiert". In diesem Jahr war das Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach (GSG) Ausrichter. 20 Schülerinnen und Schülern aus fünf Schulen debattierten aktuelle schulische und politische Streitfragen. In der Finalrunde der Sekundarstufe I tauschten Severin Rech, Elisabeth Backes, Kim Leonie Schimpf und Maurice Haßdenteufel Pro und Contra der Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga aus. Kurz wurde die Sachlage dargestellt, Argumente ausdrucksstark und gekonnt vorgetragen. Die jungen Menschen zeigten, dass sie verbal einiges zu bieten hatten, geschickt fingen sie Argumente und Anregungen auf.

Auch beim Wettbewerb der Sekundarschule II zeigten die jungen Debattanten (Franziska Herrmann, Oliver Keßler, Tim Holz und Nadine Meiser), dass sie redegewandt und überzeugend auftreten können. Die Zuschauer merkten, dass sie sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema beschäftigt hatten. In diesem Wettstreit ging's um die Pkw-Maut. Die Themen erhalten die Schüler zehn Tage vor dem Wettbewerb. Allerdings wissen sie nicht, in welcher Reihenfolge diese kommen und mit wem sie letztendlich debattieren müssen.

Eine halbe Stunde Vorbereitungszeit ist vorgesehen, die Debatte selbst ist auf 25 Minuten begrenzt. Die Debatten sind nach einem einheitlichen Muster aufgebaut. Zuerst hat jeder der vier Jungrhetoriker zwei Minuten Zeit, um seine Sichtweise des Themas zu erläutern, anschließend werden zwölf Minuten Ideen und Argumente ausgetauscht und verglichen. In der Schlussrunde hat jeder wiederum die Gelegenheit, die bisherigen Argumente zusammenzufassen, auch kann er seine Position ändern, wenn ihn die gegnerischen Argumente überzeugt haben.

In der Sekundarstufe I belegte Kim Leonie Schimpf (Wendalinum) den ersten Platz. Platz zwei ging an Maurice Haßdenteufel, ebenfalls Wendalinum. Tim Holz (Illtalgymnasium) siegte im Bereich Sekundarstufe II. Zusammen mit Franziska Herrmann (Gesamtschule Marpingen) wird er mit den anderen Finalisten beim Landeswettbewerb in Saarbrücken antreten.

Franziska Herrmann nahm zum zweiten Mal bei Jugend debattiert teil. Der 17-Jährigen "macht es Spaß, sich über Politik auszutauschen". Zum ersten Mal dabei und gleich Sieger. Tim Holz (15) liebt es, "über anspruchsvolle politische Themen zu diskutieren". Kim Leonie Schimpf (15) fand es "gut, vor so vielen Menschen zu diskutieren, im Alltag könne man dies oft nicht so tun". Maurice Haßdenteufel (14) freute sich unheimlich, er fand es sehr interessant und "hatte viel Spaß". Erst einmal freuten sich alle und mit viel Motivation wollen sie ins Finale gehen.



Zum Thema:

Auf einen Blick Teilnehmer Sekundarstufe I: Severin Rech und Lara Leist, Gesamtschule Marpingen; Elisabeth Backes und Florian Hagenbourger, Arnold Janssen Gymnasium; Kim Leonie Schimpf und Maurice Haßdenteufel, Wendalinum; Niklas Wolf, Annika Houy, Jan-Kevin Kelkel, Illtalgymnasium; Julian Schirra, Simon Brück und Tim Gerhard, Geschwister-Scholl-Gymnasium. Das Saarland ist in vier Verbünde aufgeteilt. Die Sieger und Zweitplatzierten nehmen am Landeswettbewerb teil. Schulkoordinator am GSG ist Stephan Öhrlein, Regionalkoordinatorin Christine Scheil. Der Wettbewerb ist in zwei Altersstufen aufgeteilt. Das GSG nimmt seit vier Jahren an dem Wettbewerb teil. Er soll integraler Bestandteil des Bildungswesens am GSG werden. kü

Kim Leonie Schimpf, Elisabeth Backes, Severin Rech und Maurice Haßdenteufel (von links).
Kim Leonie Schimpf, Elisabeth Backes, Severin Rech und Maurice Haßdenteufel (von links).