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Reiterstandbild gegen die Rivalität von Saarbrücken und St. Johann

Reiterstandbild gegen die Rivalität von Saarbrücken und St. Johann

Die Städte Saarbrücken und St. Johann (die sich erst 1909 gemeinsam mit Malstatt-Burbach zusammenschlossen) wollten sich ein Reiterstandbild in Erinnerung an Kaiser Wilhelm I.

zulegen, doch die Finanzierung lief nicht so recht. "Der Ingenieur Friedrich Rexroth erklärte sich schließlich 1899 bereit, Saarbrücken und St. Johann eine von dem Stuttgarter Bildhauer Professor Adolf Donndorf angefertigte Reiterstatue zu schenken (Kosten: 20 000 Mark). Unter der Bedingung, dass das Standbild auf der Brücke genau an der Stadtgrenze stehen sollte: Es sollte die alte Rivalität der beiden Städte beseitigen und zwischen ihnen einen symbolischen Brückenschlag im Zeichen der Reichseinigung schaffen", schreibt Gerhild Krebs ("Kaiser Wilhelm I. in Saarbrücken" in: "Stätten grenzüberschreitender Erinnerung", Hrsg. u.a. Rainer Hudemann). So wurde der mittlere Brückenbogen über der Saar flussabwärts verlängert, um Platz für das Standbild zu schaffen. Als die schweren Kriegsschäden an der Brücke direkt nach dem Zweiten Weltkrieg beseitigt wurden, verschwanden, vermutlich 1946, Standbild und Verlängerung des Brückenbogens.