Reinigung des Grubenwassers eine RAG-Aufgabe?

. Die Frage, wer für die Kosten der Reinigung des Grubenwassers von Giftstoffen aufkommen muss, hat gestern den Ausschuss für Grubensicherheit und Nachbergbau des Saar-Landtags beschäftigt. Die Landesregierung sei der Auffassung, dass der Ex-Kohlegrubenbetreiber RAG oder die RAG-Stiftung diese Reinigung des Grubenwassers, das bisher in die Saar gepumpt wird, übernehmen müsse, sagten Ausschuss-Chef Eugen Roth (SPD ) und Grünen-Fraktionschef Hubert Ulrich der SZ.

Die Grünen-Fraktion hatte eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Hintergrund ist die Debatte um die Gift-Belastung des Grubenwassers insbesondere mit dem als krebsauslösend eingestuften PCB (polychlorierte Biphenyle). PCB war bis zu einem Verbot Bestandteil etwa in Hydraulikölen von Abbaumaschinen. Wie groß die Belastung des Grubenwassers mit PCB ist, war in der Vergangenheit stets Grund für hitzige Debatten. Umweltminister Reinhold Jost (SPD ) hatte Gewässer-Untersuchungen veranlasst, die ergaben, dass die Einleitungen aus den Gruben nur ein Prozent der PCB-Fracht in saarländischen Flüssen ausmachen.

Ulrich berichtete, die Landesregierung habe eingeräumt, dass es kein technisches Verfahren gebe, mit dem PCB aus dem Grubenwasser herausgefiltert werden könne. Die Grünen-Fraktion hatte zudem die RAG dafür kritisiert, dass diese keinen Überblick über die untertage zurückgelassenen Giftstoffe habe.