Rehlinger: „Nervöse Zuckungen“ bei CDU

Die Saar-SPD will sich vor der Landtagswahl im März nicht auf eine Koalitionsaussage festnageln lassen. Schon gar nicht vom Koalitionspartner CDU . Vehement hatte Saar-Ministerpräsidentin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer am vergangenen Wochenende beim Landesdelegiertentag der Frauen-Union ihre Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD ) aufgefordert, Farbe für eine Fortsetzung von Schwarz-Rot an der Saar zu bekennen. Sie selbst wolle ihr 2012 begonnenes und noch nicht abgeschlossenes Projekt "Zukunft Saarland" mit dem jetzigen politischen Partner jedenfalls fortsetzen. Sie fügte hinzu: "Wir Frauen stehen für Klartext. Es ist jetzt an der SPD zu sagen, was sie eigentlich will - und zwar klipp und klar vor der Wahl und nicht nach der Wahl."

Rehlinger beantwortete diese Aufforderung gestern äußerlich sehr gelassen. "Ich bin verwundert über die Nervosität. Ich muss allerdings nicht jede nervöse Zuckung kommentieren. Wir führen jetzt keine Koalitionsdebatten, sondern kümmern uns ums Land!", betonte die Saar-SPD-Vizin gegenüber der SZ.

Linksfraktionschef Oskar Lafontaine sagte der SZ dazu, Rehlinger habe recht, wenn sie dies nicht kommentieren wolle. Die Unsinnigkeit der Forderung der Saar-CDU-Chefin verglich er damit, wenn Kanzlerin Angela Merkel vor der Bundestagswahl Sigmar Gabriel zur Groko-Koalitionsaussage drängen würde. Dabei schielten doch Merkel wie Kramp-Karrenbauer auf Koalitionen mit Grünen und FDP .