Regionalverband will Auszeichnung als „Fairtrade-Kreis“

Regionalverband will Auszeichnung als „Fairtrade-Kreis“

Der Regionalverband bewirbt sich um die Auszeichnung "Fairtrade-Kreis" im Rahmen der internationalen Kampagne zur Förderung des fairen Handels. Das haben die Fraktionen gestern in der Sitzung der Regionalversammlung beschlossen.

Saarbrücken und Saarlouis dürfen sich nach Angaben des Regionalverbandes bereits "Fairtrade-Stadt" nennen. Sie setzen sich für den Einsatz fair gehandelter Produkte hierzulande und für faire Produktions- und Handelsbedingungen in armen Ländern ein. Der Regionalverband will mit der Auszeichnung überregional als "sozial handelnder Akteur" wahrgenommen werden, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Als größter Schulträger im Saarland habe der Regionalverband einen besonderen Bezug zu dem Thema. 2013 erhielt das Gymnasium am Rotenbühl als erste Schule im Saarland und vierte in Deutschland den Titel "Fairtrade-School". Nach Angaben der Verwaltung wird seit 2004 bei den Veranstaltungen im Schloss ausschließlich fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Für die Schulbuchausleihe habe der Regionalverband 16 000 Baumwolltaschen gekauft. Auch die Jugendzentren hätten sich dem Thema fairer Handel angenommen. Mit der Kampagne werde der Regionalverband außerdem bekannter, hofft die Verwaltung. Aktuelles Beispiel seien die "Fairen Wochen 2014". Weil Saarbrücken bereits eine "Fairtrade-Stadt" ist, begann eine bundesweite Kochshow-Tour vor wenigen Tagen im Schloss.

Der Verein TransFair vergibt die Auszeichnung zunächst für zwei Jahre an Städte und Landkreise, anschließend folgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt werden. Auch der Saarpfalz-Kreis hat sich beim Verein TransFair beworben, erklärt der Regionalverband.

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