Regionalverband will Aktivitäten im Grenzgebiet ausbauen

Der Regionalverband Saarbrücken möchte die grenzüberschreitenden Aktivitäten seiner zehn Städte und Gemeinden stärker bündeln und weiter fördern. Dafür wurde bereits im vergangenen Jahr das Team "Grenzüberschreitende Kooperation" im Fachdienst Regionalentwicklung und Planung mit zwei halben Stellen eingerichtet. Die Amtsübernahme des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron stärkt nach Ansicht von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo diese Absichten: "Die Aufbruchsstimmung in Frankreich nach der Wahl sollten wir nutzen, um die Zusammenarbeit in unserer Grenzregion weiter zu intensivieren. Dabei wollen wir auch die Städte und Gemeinden, die keine direkten französischen Nachbarkommunen haben, stärker einbinden."

Der Regionalverband bildet den deutschen Teil des Eurodistricts SaarMoselle, der seit seiner Gründung vor sieben Jahren dafür sorgt, dass der rund 650 000 Einwohner umfassende Grenzraum immer mehr zusammenwächst, schreibt der Regionalverband in einer Pressemitteilung. Neben dem Engagement im Rahmen des Eurodistricts möchte der Regionalverband einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit legen. In verschiedenen Handlungsfeldern - wie in der Kultur, im Tourismus, aber auch in der Wirtschaftsförderung - gehe es darum, Akteure über die Grenze hinweg in konkreten Projekten zusammenzubringen und Entwicklungsperspektiven aufzubauen.

Im vergangenen Jahr hätten die Mitarbeiterinnen des Teams "Grenzüberschreitende Kooperation" die Städte und Gemeinden des Regionalverbandes besucht, um über das neue Angebot zu informieren, die Bedürfnisse vor Ort zu erfassen, aber auch für die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu sensibilisieren, heißt es in der Pressemitteilung. Ein Ergebnis dieser Gespräche sei, dass es zwar viele kleinere grenzüberschreitende Projekte gibt, diese jedoch oft zu wenig bekannt und nur selten finanziell gefördert sind. Deshalb möchte der Regionalverband nach eigenen Angaben im ersten Schritt ein Online-Verzeichnis aller lokalen Aktivitäten erstellen und dann auch die Fördermöglichkeiten für Mikroprojekte verbessern. "Wir als Regionalverband wollen verstärkt die Bürger in den Kommunen über die Grenze hinweg zusammenbringen. Während der Eurodistrict hier die größeren Räder dreht, wollen wir das Engagement der kleineren Kommunen und die lokalen Initiativen der Vereine und Schulen bündeln", sagt Gillo. So könnten die Vorteile und Chancen des Grenzraumes besser genutzt werden.

Wer mehr über diese Möglichkeiten erfahren möchte, kann sich an Carolin Guilmet-Fuchs unter Tel. (06 81) 5 06 60 80 oder an Katharina Smola unter Tel. (06 81) 5 06 60 81 wenden.