Regionalverband Saarbrücken spart Geld durch Kita-Streik

Rund 25 Millionen Euro hat der Regionalverband Saarbrücken im vergangenen Jahr an die Betreiber von Kindergärten für deren Personal bezahlt. Für dieses Jahr wird er weniger überweisen. Das gilt auch für Elternbeiträge.

In den Büros des Jugendamtes im Regionalverband Saarbrücken wurde viel gerechnet in diesen Tagen - am Ende gab es aber doch kein klares Ergebnis, sondern nur eine Schätzung: Etwa 140 000 Euro werden der Regionalverband - und damit die zehn in ihm organisierten Städte und Gemeinden - in diesem Jahr sparen, weil in den kommunalen Kindertagesstätten gestreikt wurde.

Rund sechs Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr über das Jugendamt ausgegeben, um die Kita-Elternbeiträge für Kinder aus sozial schwachen Familien zu bezahlen. Wenn die Kinder wegen des Streiks nicht betreut wurden, müsste das Jugendamt das Geld eigentlich zurückbekommen - eben rund 140 000, sagt Lars Weber von der Regionalverbands-Pressestelle auf Anfrage. Das sei aber nur eine Schätzung, weil man noch nicht wisse, wie viele Kinder in Notgruppen untergekommen waren - für die der Beitrag dann entsprechend doch bezahlt werden müsste.

Es gibt auch einen noch größeren Posten durch den Streik gesparter Ausgaben. Doch nicht mal eine Schätzung gibt es für die Zuschüsse zu den Personalkosten. 36 Prozent der Personalkosten in den Kitas zahlt der Regionalverband . Das seien 2014 rund 25 Millionen Euro gewesen, sagt Weber. Weil die Kindergartenbetreiber ihr Personal während des Streiks nicht bezahlen, gebe es für diese Zeit auch keine Zuschüsse.

So sieht das auch das Bildungsministerium, das 29 Prozent der Personalkosten trägt. Wie viel Geld jedoch dadurch gespart wird, wisse man aber erst 2016, wenn abgerechnet sei.