Regionalverband engagiert sich für fairen Handel

Die Initiative Fairtrade Deutschland hat den Regionalverband Saarbrücken im Mai als offizielle Fairtrade-Region ausgezeichnet. Damit hatte nach der Landeshauptstadt, der Universität des Saarlandes und vier Schulen auch die Saarbrücker Kreisebene das Fairtrade-Siegel erhalten. Schon bei der Verleihung wies Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD ) darauf hin, dass die Auszeichnung kein Schlusspunkt, sondern vielmehr Ansporn für weitere Aktivitäten sei: "Dabei wollen wir auch nach außen hin Akzente setzen - vor allem als Schulträger, in unseren Jugendzentren und in unseren Städten und Gemeinden." In einigen Kommunen haben bereits Gespräche stattgefunden, und es gibt erste Resultate. So haben die Landfrauen beim traditionellen Erntedankfest in Auersmacher am vergangenen Sonntag erstmals das Mittagessen für 200 Personen mit fairen und regionalen Produkten und fairem Kaffee angeboten. Der niederländische Restekoch Wam Kat besuchte an diesem Dienstag das Gymnasium am Rotenbühl. Im Anschluss an die Diskussionsrunde gab es einen bio-fair-regionalen Imbiss.

"Faire Kita"

Die Volkshochschule in Völklingen veranstaltet am 26. Oktober den ersten Fairtrade-Tag. Auch bei den Kleinsten kommt der Wandel an: Der katholische Kindergarten St. Elisabeth in Riegelsberg ist auf dem besten Weg, bald als "Faire Kita" ausgezeichnet zu werden. In den Jugendzentren und den Schulen in Trägerschaft des Regionalverbandes laufen auch immer mehr Fairtrade-Aktionen. Neue Pachtverträge verpflichten Schulkioske und Cafeterien, ein warmes Fairtrade-Getränk und ein weiteres Fairtrade-Produkt im Sortiment zu haben. Im Frühsommer fand im Jugendzentrum auf der Folsterhöhe ein Fairtrade-Bio-Kochduell statt, und das Juz Försterstraße hat einen Thementag zum fairen Handel veranstaltet. Im vergangenen Jahr fand in Quierschied der erste runde Tisch zum Thema "Fairer Handel " statt. Gekommen waren Gewerbetreibende und Vertreter von Vereinen, Schulen , Kindertagesstätten und Jugendzentren , um das Bewusstsein für den fairen Handel zu schärfen und mögliche Anknüpfungspunkte in der Gemeinde auszumachen.

"In unserer Region wirken viele Kräfte zusammen, um für gerechtere und nachhaltigere Lebensbedingungen in anderen Teilen der Welt zu sorgen. In der Landeshauptstadt ist der Fairtrade-Gedanke bereits fest verankert. Die Vereine, Organisationen und Verwaltungen der Umland-Kommunen sind eingeladen, sich bei Interesse am Thema Fairtrade an den Regionalverband zu wenden", erklärt Gillo.

Fragen zum Thema Fairtrade an Heike Erbelding unter Telefon (06 81) 50 61 001 oder per E-Mail an heike.erbelding@rvsbr.de

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