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Raumschiff Enterprise kurvte durch die Macherbacher Straßen

Raumschiff Enterprise kurvte durch die Macherbacher Straßen

Der Regen konnte den Besuchern des Macherbacher Nachtumzuges die Stimmung nicht verderben. Zahlreich hatten sie sich versammelt, um sich vom närrischen Treiben in der Dunkelheit unterhalten zu lassen.

. "Ihr Goldische, da ist so schön mit Euch", begrüßte Jürgen Nürnberger, Ortsvorsteher von Macherbach, die zahlreichen Gäste, die trotz Regenwetter den Weg nach Macherbach zum Nachtumzug auf sich genommen hatten. Fast bis zum Schloss Buseck in Bubach-Calmesweiler standen die Autos, Macherbach war am Freitagabend nur noch zu Fuß erreichbar.

Vom trockenen Schlafzimmer aus heizte "Nürni" seinem Narrenvolk vor dem Gasthaus schon vor dem Start des inzwischen legendären Nachtumzuges mächtig ein, Schunkelwalzer und Lieder zum Mitsingen drangen lautstark durch den sonst eher beschaulichen Ort. Zugegeben, mit seinen 21 Gruppen ist er vielleicht nicht der größte Fastnachtsumzug in der Region, doch Kreativität und Feierlaune, die sind in Macherbach unschlagbar. Gespannt wartete Nürnberger mit dem Narrenvolk bei der zehnten Auflage auf die Wagen und Fußgruppen, die sich bei Einbruch der Dunkelheit auf den Weg durch das Dorf machten. Vorbei kamen sie an etwa 1000 kleinen und großen Narren, die einen warteten sehnsüchtig auf Süßigkeiten, die anderen bevorzugten Hochprozentiges, keiner wurde enttäuscht.

Gleich zu Beginn des Zugs wurde es politisch, mit dem Slogan "Macherbach bleibt, das schaffen wir, 200 Stimmen mit Mensch und Tier", war die Aussage ganz klar und deutlich für den Erhalt des kleinsten Gemeindebezirks. "Eine Kuh mach Muh. Viele Kühe machen Party", davon konnten sich die Zuschauer ebenso überzeugen wie von der Botschaft aus dem benachbarten Neipel. Sie kamen als Raupe daher und erklärten "Großes entsteht im Kleinen" - was sicherlich auch auf den Macherbacher Nachtumzug passt. Der größte Wagen war zweifelsohne das Raumschiff Enterprise, das als echter Hingucker nur ganz langsam um die engen Kurven in Macherbach kam. Viel wendiger war da der Planwagen der Ortsvorsteher aus der Großgemeinde, auf dem zu lesen stand: "Unsere Nanny ist oft missgestimmt, weil ihre Bubis Dickköpp sind", doch am Freitag waren zum Glück alle froh gelaunt und sorgten zusammen mit Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset für Schokoriegelregen. Den gab es auch vom Eppelborner Prinzenpaar, Prinzessin Esmeralda strahlte von Wagen aus und ließ, ebenso wie die hübschen Gardemädchen für einen Moment das schlechte Wetter vergessen. Nach dem Umzug feierten die Narren dann noch ihre Fastnacht bis in die frühen Morgenstunden.