„RAG hätte gar nicht erst planen brauchen“

Ampel-Streit Schon für 60 000 Euro Software gekauft Zum Bericht „Nächste Runde im Ampel-Streit“, SZ vom 28. März Seit 2009 fährt die Saarbahn durch Riegelsberg.

Seit 2009 hat sich nichts Wesentliches zur Verbesserung der Verkehrssituation getan, und jetzt sollten alle in Scharen erscheinen, weil die "Saarbahnpartei SPD" zur Infoveranstaltung geladen hatte? Bei der Präsentation "Verkehrsgutachten Gemeinde Riegelsberg" am 9. Juni 2011 hatte mir Bürgermeister Häusle bereits von einem Mitarbeiter berichtet, der sich um die Analyse der Ampelsituation kümmern wolle. Der hatte dann offensichtlich aber anderes zu tun. Seit 2013 ist also jetzt ein Experte da, sicher unabhängig in seiner Meinungsbildung. Übrigens hat die Gemeinde Riegelsberg bereits 2011 für 60 000 Euro eine Verkehrssimulationssoftware gekauft, die beim Ampelproblem leider nicht helfen konnte. Trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt, und schlimmer kann es ja auch nicht mehr werden. Die Frage aber bleibt, warum erst jetzt? Damit man für die Kommunalwahl 2014 wenigstens ein bisschen was vorweisen kann?

Martin Elzer, Riegelsberg

Gefährlicher Weg zur Riegelsberghalle

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Statt jemandem den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, wer dafür gesorgt hat, dass die Öffentlichkeit etwas mitbekommt oder nicht, sollte man doch besser damit anfangen, das Problem der Ampelschaltung zu lösen. Mit Worten ändert sich ja doch nichts. Genausowenig wie an der Situation, wenn in der Riegelsberghalle eine Veranstaltung stattfindet, dass man als Fußgänger (Mütter mit Kinderwagen und kleine Kinder) auf der Straße gehen muss. Weil parkende Autos auf den Bürgersteigen stehen. Dabei wäre das Problem schnell gelöst, wenn man auf einer Straßenseite Schilder aufstellt mit "Parken verboten" oder mindestens eine Seite mit Absperrband abgrenzt.

Angelika Braun, Riegelsberg

Krähen

Was wurde aus den Singvögeln?

Zum Bericht " Krähen haben auch Fürsprecher", SZ vom 17. März

Mag sein, dass Krähen durch ihr Geschrei die Nerven strapazieren. Mir scheint, dass es jedoch sehr nervös machen muss, dass unsere Heimat mehr und mehr "singvogelfrei" wird. Die Zahl der Räuber, zum Beispiel der Krähen, nimmt so zu, dass der Zusammenhang mit dem Rückgang der Singvögel signifikant ist. Sieht man Baumäste mit Krähennestern, sind andere Vögel selten.

Dr. Konrad Hoffmann, Püttlingen

Windkraft

Industrie-Ruinen wird es nicht geben

Zu den Berichten über Windkraftanlagen

Grundsätzlich sind Bürgerintitiativen eine legitime Form, Meinungen von Bürgern zu sammeln, sie zu bündeln und sie den politischen Entscheidungsgremien vorzustellen. Sie müssen jedoch auch dem Anspruch gerecht werden, sachlich fundierte Inhalte zu vertreten. Im Köllertal dagegen wurde suggeriert, dass zwischen Riegelsberg und Holz ein "Industriegebiet mit sieben bis zu 200 Meter hohen Anlagen" gebaut wird. Jetzt wurde gemeldet: Die RAG plant maximal vier Anlagen, wenn sie sich wirtschaftlich darstellen lassen.Es kann keine Rede davon sein, dass der Lärmschutz außer acht gelassen wird, denn die geforderten Werte des Bundesimmissionsschutzgesetzes müssen zwingend eingehalten werden. Immer wieder wird von Windkraftgegnern eine gesundheitliche Gefährdung der Anwohner durch Infraschall angeführt. Das ist jedoch wissenschaftlich nicht nachweisbar. Dass nach Auslaufen der Subventionen viele Windenergieanlagen zu Industrieruinen würden, zeugt von völliger Unkenntnis der Sachlage. Bereits im Planungsverfahren von Windkraftanlagen muss nachgewiesen werden, dass für den Rückbau Rückstellungen oder Bürgschaften bereitgestellt werden.

Manfred Burger, Püttlingen

"RAG hätte gar nicht erst planen brauchen"

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Früher hat sie unsere Wohnhäuser zerstört, heute tut sie es mit unserer Natur - die RAG. Sie braucht dringend Zinsen für ihre Milliarden, die sie gehortet hat, um die Ewigkeitskosten zu stemmen. Das kann dann auch mal 50 000 Quadratmeter Wald, wie im Fröhnerwald, kosten, um ein paar Windräder aufzustellen. Denn die werfen, anders als bei den Banken, noch richtig Profit ab. Dass dies nur im Einvernehmen mit der Bevölkerung erfolgen soll, klingt wie blanker Hohn. Wenn der RAG etwas an Umwelt oder Naherholung für die Bürger liegen würde, hätten sie doch gar nicht erst zu planen brauchen, wertvollen Wald für ihre Windräder zu zerstören. Es gibt doch genügend Flächen im Saarland, auf denen man umweltverträglicher bauen kann.

Gerd Barthen, Heusweiler

"Es geht um die Profite"

Zu "Windkraft hat auch Freunde", SZ vom 3. April

Herr Kautz hatte 2013 angekündigt, ein schlüssiges Konzept anzubieten, durch Beteiligung der Bürger (500 Euro) zunächst in Kutzhof, später in weiteren Ortsteilen von Heusweiler durch Pacht von großen Dächern und Bau von Solaranlagen und eigenen Netzen (!) den Ortsteil von den Stromanbietern unabhängig zu machen. Nachdem er damit offenbar keinen Erfolg hatte, sollen nun die Windenergieanlagen (WEA) im Fröhner Wald herhalten. Die "Bürger-Energiegenossenschaft" möchte vermutlich durch Beteiligungen an den geplanten WEA Profite einstreichen, und das auf dem Rücken der betroffenen Bürger. Es geht also ums Geld verdienen, mit Unabhängigkeit von Stromlieferanten hat das nichts zu tun. Doris Luksic, Heusweiler

Busse neben Saarbahn

Und dann sind die Züge plötzlich leer

Zum Bericht "Riegelsberger Rat setzt sich für Erhalt der Buslinie R 9 ein", SZ vom 27. März

Dass der Riegelsberger Rat ein Weiterbetreiben der Linie R 9 befürwortet, mag noch verständlich sein, da das Verhältnis der Riegelsberger zur Saarbahn eher als "zwiespältig" zu bezeichnen ist. Fragwürdig erscheint mir das Vorhaben der RSW bzw. der Fa. Lay, die Linie Saarbrücken-Lebach nur zu Hauptverkehrszeiten zusätzlich zur Saarbahn zu betreiben. Man könnte von "Rosinen picken" sprechen, Motto: "Das Lukrative für uns, den Rest kann die Saarbahn fahren". Sollte es dazu kommen, könnte der Saarbahn ein ähnliches Schicksal blühen wie der Köllertalbahn in den 70er und 80er Jahren: Parallel zur Bahn wurden Busse eingesetzt, und dann wunderte man sich, dass die Züge leer waren. Michael

Wawroschek, Riegelsberg