Radspur auf der Brücke ist wichtig

radverkehr Radspur auf der Brücke ist wichtig Zur Berichterstattung über die Verkehrsführung auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke Um im Konkurrenzkampf der Städte bestehen zu können, muss Saarbrücken radfahrerfreundlicher werden. Saarbrücken hat im Moment einen Radverkehrsanteil von unter vier Prozent und ist damit Schlusslicht im bundesdeutschen Vergleich.

Um als Oberzentrum bestehen zu können, muss hier unbedingt nachgebessert werden. Dazu gehört insbesondere, bestehende Problemstellen zu beseitigen. Die Wilhelm-Heinrich-Brücke ist eine solche Problemstelle, die im Moment eigentlich nur von Hardcore-Radlern bezwungen werden kann. Die von der Verwaltung vorgesehene Lösung, bei der der Radverkehr auf einer eigenen Spur am Rande der Straße geführt wird und eben gerade nicht (mehr) zwischen den Fahrspuren, das wird in der Diskussion vielfach falsch dargestellt, ist daher ein Gebot der Stunde.

Jan Messerschmidt, Saarbrücken

Radler entlasten die Innenstadt

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Ich bin Autofahrer und Radfahrer. In den Leserbriefen lese ich immer nur "autofeindliche Stadt, störende Radfahrer, die sich nicht korrekt verhalten". Ich stelle mal die Gegenfrage: Benötige ich für jeden Einkauf das Auto oder kann ich nicht vieles auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen? Hierdurch könnten viele Staus vermieden und die Innenstädte entlastet werden. Diese Entlastung bezieht sich auch auf die Klimaverträglichkeit! Wer mit dem Rad fährt, entlastet die Straßen, verursacht weniger Lärm und spart Geld und Zeit. Deshalb ist es richtig, auch an Verkehrsknotenpunkten Fahrradwege einzurichten, die sich zwischen den Fahrspuren befinden. Denn diese können nicht zugeparkt werden wie zurzeit die Radwege entlang der Mainzer Straße. Neben dem Zuparken der Radwege gefährden die Autofahrer auch durch zu geringem Sicherheitsabstand und Nichtbeachten die Radfahrer, deshalb weiter so: "Mehr Radwege und Autos aus der Innenstadt heraus!!

Michael Meyer, Saarbrücken

Staus sind vorhersehbar

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Ein Baudezernat und ein zustimmender Stadtrat, die auf die Idee kommen, eine Brücke, die ja überbreite Bürgersteige hat, zwei Fahrspuren für ein paar Fahrräder zu streichen, ist nicht mehr zu verstehen. Der Stau, der in den zuführenden Straßen entsteht, ist doch selbst für einen Laien voraussehbar. Besonders interessant wird es bei den Autobahnausfahrten auf die Brücke. Oder ist das Absicht?? Man könnte ja vermuten, dass spätestens nach den ersten Unfällen auf der Autobahn der mahnende Finger erhoben wird, mit der Aussage, dass man auf den dringend notwendigen Tunnel hingewiesen hat.

Ein Baudezernat, dass einen Alternativplan (Südumfahrung) mit dem Hinweis auf eine "interne Untersuchung" ohne öffentliche Diskussion und Überprüfung wegbürstet, ist bestimmt nicht bürgernah - und das war ja nicht die erste Glanzleistung.

Joachim Boudier, Saarbrücken