Quierschied lädt zum Pflichttermin

An diesem Samstag hat die fußball-lose Zeit für die Anhänger des 1. FC Saarbrücken ein Ende. Die neue Mannschaft hat ihren ersten Auftritt fast schon traditionell bei der Spvgg. Quierschied.

Der Rasen im Stadion am Franzenhaus in Quierschied ist in einem hervorragenden Zustand. Unter Federführung von Bernd Maurer wurde er seit Wochen ausgebessert, gepflegt und gewässert. Auch drumherum ist alles bereitet. Denn an diesem Samstag um 15 Uhr erwartet Fußball-Verbandsligist Spvgg. Quierschied zum Testspielauftakt Regionalligist 1. FC Saarbrücken .

Kassen ab 14 Uhr geöffnet

"Wir sind froh, dass sich dieses Spiel schon bei vielen saarländischen Fußball-Fans als Pflichttermin herumgesprochen hat", sagt Quierschieds Vorsitzender Lutz Maurer, "nach dem Abstieg, den der FCS leider hinnehmen musste, bin ich auf die Neuverpflichtungen bei den Blau-Schwarzen gespannt". Weil die ebenso traditionsgemäß viele Zuschauer anlocken, rät Maurer zur frühzeitigen Anreise. Die Kassen öffnen um 14 Uhr. Dann ist der FCS mit seinem Trainer Fuat Kilic schon vor Ort. "Die Jungs freuen sich, im Spiel richtig Gas zu geben", sagt der Cheftrainer: "Wir sehen jeden Tag im Training, wie die Abläufe immer besser werden und sich immer mehr dem annähern, was wir uns vorstellen." Die Intensität der ersten beiden Trainingswochen war hoch, darum werden in Quierschied auch alle Spieler Einsatzzeit bekommen. "Wir freuen uns darauf, zum ersten Mal wieder so richtig mit den Fans in Kontakt zu kommen", sagt Kilic, "aber wir werden durchwechseln, auch um Verletzungen zu vermeiden". Der bislang einzige Verletzte, Mittelfeldspieler André Mandt soll nach überstandener Knieverletzung am kommenden Montag ins Lauftraining einsteigen.

Im Saarlandpokal im Herbst unterlagen die Quierschieder dem damaligen Drittligisten unter Kilics Vorgänger Milan Sasic nur 0:2. "Im Spiel am Samstag wollen wir durchaus ein paar Akzente setzen. Co-Trainer Mike Brückerhoff und ich haben das Erzielen eines Tors als Ziel ausgegeben", sagt Quierschieds Spielertrainer Markus Woll: "Wir wollen kein Spiel, in dem wir nur hinten drin stehen. Wir wollen mutig sein, so dass die Zuschauer wie nach dem Pokalspiel positiv über uns sprechen."

Euphorie am Franzenhaus

Für den Ex-Saarbrücker Brückerhoff wird das Spiel gegen den FCS der erste Auftritt im Trikot seines Heimatvereins seit seiner Rückkehr. Mit dem Quierschieder, der vom SV Auersmacher kam, sind die Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden in der Verbandsliga gestiegen. "Bei uns herrscht nach dem 3. Aufstieg in den letzten vier Jahren eine mitreißende Euphorie", sagt Maurer. Woll sieht sein Team vor einer neuen Herausforderung: "Ich freue mich sehr, dass wir das bis auf zwei Abgänge mit dem Kader planen, der den Aufstieg aus der Landesliga geschafft hat. Wir haben einige Neuzugänge, der Konkurrenzkampf ist eröffnet. Bei mir macht sich schon die Vorfreude auf die Verbandsliga breit. Wir kommen in eine neue Situation, weil wir quasi zum ersten Mal seit vier Jahren nicht in einer Favoritenrolle an den Start gehen. Wir wollen eine gute Saison abliefern und nichts mit dem Abstieg zu tun haben." Ein gutes Spiel gegen den FCS würde gleich für den richtigen Rückenwind sorgen.

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