Prozess: Sohn attackiert Vater mit Fleischklopfer

Nach einem handfesten Familienstreit muss ein 28 Jahre alter Mann aus dem Saarland damit rechnen, dass er auf Dauer in der forensischen Psychiatrie für gefährliche Straftäter eingesperrt wird. Der durchtrainierte frühere Leistungssportler muss sich seit gestern wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht verantworten.

Er soll Ende September 2016 seinen Vater mehrfach mit der Faust geschlagen haben. Anschließend habe er ihn in die Küche gedrängt und mit einem Fleischklopfer malträtiert. Schließlich habe er ein Küchenmesser mit einer 21 Zentimeter langen Klinge gegriffen und zwei Mal in Richtung Brust des bereits am Boden liegenden Vaters gestochen. Der erlitt diverse Prellungen und Blutergüsse sowie zwei fünf und siebeneinhalb Zentimeter tiefe Stichverletzungen und musste in einer Klinik operiert werden.

Nach bisherigen Ermittlungen leidet der 28-Jährige unter einer Psychose und war deshalb für sein Tun strafrechtlich nicht verantwortlich. Dennoch könnte der Mann zum Schutz der Allgemeinheit auf Dauer eingesperrt werden, wenn er am Ende des Strafverfahrens als gemeingefährlich eingestuft werden sollte. Der Prozess wird fortgesetzt.