Prostitution sorgt für Ärger

Die Prostitution hat Saarbrücken 2013 bundesweit Aufmerksamkeit verschafft. Um die 800 Frauen arbeiten in der Stadt als Prostituierte.

Davon gehen rund 100 auf dem Straßenstrich. Auf 80 Prozent beziffert die Polizei den Migrantinnen-Anteil auf dem Straßenstrich. Diese Frauen kommen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder Russland und wollen bei uns der Armut in ihren Heimatländern entgehen. Anwohner und Passanten reagieren empört und genervt auf das unübersehbare Geschäft mit dem schnellen Sex.

Doch Polizei und Stadt tun sich schwer, den Erwartungen empörter Bürger gerecht zu werden. Prostitution ist nicht verboten. Und wo die Grenzen zum "grob ungehörigen Verhalten" überschritten sind, entscheidet im Zweifelsfall der Richter. Ärger mit der Prostitution hatte die Stadt 2013 auch in anderer Hinsicht. Sie handelte sich beim Versuch, ein Bordell und eine Spielhalle am früheren Milchhof zu verhindern, vor dem Verwaltungsgericht eine Abfuhr ein. Die Stadt nimmt die Niederlage nicht hin und will ihre Auftritte bei Gericht künftig besser vorbereiten.

Unterdessen entsteht in Burbach, zum Ärger vieler im Stadtteil, das größte Bordell Deutschlands.