Preis für den besten eigenen Song geht nach Saarbrücken

Die Jury des Schulbandwettbewerbs „Rock On“ hatten die vier jungen Siegerbands bereits überzeugt. Das gelang ihnen nun auch beim Publikum in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen.

. Eigentlich sollten sie ja "nur" die Stummsche Reithalle rocken, die Sieger des Schulbandwettbewerbs "Rock On". Das taten sie auch. Doch auch auf dem Vorplatz war einiges los: Die Bands, die nicht spielten und gerade mal eine Pause machten, um den Kollegen zuzujubeln, lümmelten hier mit Freunden. Sie genossen die Abendsonne und experimentierten locker mit den Instrumenten, die auch ohne Technik auskamen. Wie auf einem kreativen Festival ging es am Samstagabend zu.

Und was "RandomHeap" (Krebsberg-Gymnasium), "ZephyrSky" (Einstein-Gymnasium Völklingen), die "Royal Jugglers" (Schloss-Gymnasium Saarbrücken) und "Galileo " (GMS Bexbach) ablieferten, das konnte sich hören lassen. Kein Wunder, haben sie doch alle auf ihre Weise die Fachjury überzeugt bei dem gemeinsamen Projekt von Kultusministerium, Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung, Bundesverband Musikunterricht (BMU) und saarländischem Rockmusikerverband.

Initiiert hatte den Wettbewerb "Rock On", der zu einer festen Institution werden soll, Eva Molter von der Landesakademie, unterstützt von Julia Sharon Harz vom BMU. "Blasorchester setzen sich hin und spielen, aber Rockbands brauchen sehr viel Technik. Deshalb werden sie kaum gebucht", erklärte Molter. So war es beispielsweise für "Galileo " der erste Auftritt dieser Größenordnung: "Wir sind mit dem Herzen dabei und wollen uns ein bisschen präsentieren", sagte Yoni Göpfrich. Bianca Basler von "RandomHeap" begeisterte vor allem die Ausstattung: "Licht und Akustik sind toll hier!"

Bei den kernigen Gitarrenriffs wippte auch Kultusminister Ulrich Commerçon (SPD ) begeistert mit. "Die Musik, die junge Leute heute machen, ist doch noch nahe an dem, was ich früher gehört habe", stellte er fest. Von dem Schirmherrn gab es ein dickes Lob und Urkunden.

Auch Veranstaltungs-Gutscheine gab es, außerdem Sonderpreise: Die "Royal Jugglers" aus Saarbrücken räumten den Geldpreis für den besten eigenen Song ab, "ZephyrSky" dürfen auf dem Halberg-Open-Air spielen, "RandomHeap" bekommen eine professionelle Tonaufnahme und "Galileo " einen Probenaufenthalt in der Landesakademie. "ZephyrSky" hatte mit so viel Erfolg gar nicht gerechnet. "Wir sind nur zu dritt und haben einen ziemlich speziellen Sound", sagte Philipp Herget. Ebenso die "Royal Jugglers". Sie hätten sich einfach angemeldet, um spielen zu können, sagte Johannes Donner. Viel Lob gab es auch von Kathrin Berger vom Rockmusikerverband.