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Praktische Berufsorientierung für Schüler der ERS Namborn Praktische Berufsorientierung für Schüler aus Namborn

Praktische Berufsorientierung für Schüler der ERS Namborn Praktische Berufsorientierung für Schüler aus Namborn

Namborn/Saarbrücken. Jeden Morgen ging es in Begleitung einer Lehrperson von St. Wendel aus zur Handwerkskammer nach Saarbrücken, wo es bei einem achtstündigen Arbeitstag darum ging, richtig anzupacken. Um möglichst viele Eindrücke zu sammeln, durchliefen die Schüler drei verschiedene Berufsfelder, nämlich Friseur, Einzelhandelskaufmann und Bürokaufmann

Namborn/Saarbrücken. Jeden Morgen ging es in Begleitung einer Lehrperson von St. Wendel aus zur Handwerkskammer nach Saarbrücken, wo es bei einem achtstündigen Arbeitstag darum ging, richtig anzupacken. Um möglichst viele Eindrücke zu sammeln, durchliefen die Schüler drei verschiedene Berufsfelder, nämlich Friseur, Einzelhandelskaufmann und Bürokaufmann. Neben der Vermittlung von wichtigen Informationen zu den Berufen standen vor allem praktische Übungen auf dem Programm, die von erfahrenen Ausbildungsmeistern angeleitet wurden. Gemeinsam mit der Friseurmeisterin wurden Haare gewaschen und geföhnt, Wasserwellen und Dauerwellen gelegt, Gesichtsmassage und Maniküre geübt.Die "Einzelhandelskaufleute" lernten am Beispiel eines Bäckereihandels, wie man offen und freundlich auf Kunden zugeht, wie man Bäckereiwaren verpackt und Werbeplakate schreibt. Im PC-Raum übten "die Bürokaufleute" das Verfassen von Bewerbungen und Geschäftsbriefen, das kreative Gestalten von Einladungen sowie Tabellenkalkulation mit Excel.

Das Ziel dieses Projektes, das in Kooperation mit der Ausbildungsinitiative St. Wendel erfolgte, bestand darin, einen wirksamen Beitrag zur vertieften Berufsorientierung zu leisten und so die künftige Berufswahlentscheidung der Jugendlichen zu fördern. Im Unterschied zu einem "normalen" Betriebspraktikum bestehen die Vorteile darin, dass die Schüler zeitgleich Einblicke in mehrere Berufsfelder erhalten und dabei richtig zupacken dürfen, während sie intensiv von erfahrenen Meistern betreut werden, die sich ausschließlich um die Praktikanten kümmern. Und genau das war es letztendlich auch, was die Achtklässler am Ende ihres Praktikums zurückblickend so sehr schätzten, nämlich dass sie selbst aktiv mitmachen durften und nicht, wie häufig in einem Praktikumsbetrieb, bei den entscheidenden Arbeiten zum alleinigen Zugucken verurteilt waren.

Einige der Jungs in der Klasse kritisierten allerdings, dass keine technischen Berufe angeboten wurden. Während ihres Praktikums mussten die Schüler ein Praktikumsheft führen, am Ende erhielten sie ein Teilnahmezertifikat von der Handwerkskammer mit Noten zur Mitarbeit, zum Verhalten und zu den praktischen Fähigkeiten. red