Präsidentinnensessel in Kinderhand

"Großes entsteht immer im Kleinen", das hat sich die Landesregierung auf die Fahnen geschrieben. Und weil die Kleinen auch mal groß und damit wahlberechtigt werden, konnten sie sich jetzt anschauen, wo die Großen der Saar-Politik arbeiten.

Zum 9. Mal veranstaltete die Staatskanzlei gestern den "Kindertag der offenen Tür". 250 Viertklässler lernten dort Wissenswertes über Land und Politik lernen, konnten Fragen stellen und selbst mal auf den Sesseln der Minister Platz nehmen. Ein Höhepunkt war das Gespräch mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) im Kabinettsaal. Wie es denn sei, berühmt zu sein, wollten sie wissen und warum sie einen BMW und keinen Porsche fahre. Die meisten Fragen konnte Kramp-Karrenbauer locker beantworten. Die Arbeit sei nur stressig, wenn man nicht vorankomme, wie bei den Hausaufgaben eben. Ferien habe sie auch mal, freie Wochenenden aber kaum. Als aber gefragt wurde, ob das Atomkraftwerk Cattenom gefährlich ist, fällt der erfahrenen Politikerin die Antwort nicht leicht. Man merke erst im Gespräch mit den Kindern, wie kompliziert man sich ausdrücke, sagte sie. Der Besuch hat Spaß gemacht, da sind sich alle einig. Ob sie denn auch mal Politiker werden wollen? Ein einstimmiges "Nein" ist die Antwort. Zu stressig, so viel haben sie wohl gelernt. Dann doch lieber Fußballer.