Prämierter Film krönt Lebenshilfe-Jubiläum

Mitten rein in die Gesellschaft will die Lebenshilfe Saarbrücken seit einem halben Jahrhundert Menschen mit Behinderung holen. Wie Teilhabe ohne Wenn und Aber aussieht, zeigt ein Film über den Kinderwunsch einer jungen Frau mit Down-Syndrom. Ein Werk, das aber auch entlarvt, wo Toleranz nur Tünche ist.

Die Lebenshilfe Saarbrücken feiert 50-jähriges Bestehen. In diesem gemeinnützigen Verein setzen Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien mit Fachleuten, Förderern und Freunden die Rechte von Behinderten im Saarbrücker Alltag durch.

Ganz so, wie das in der entsprechenden Konvention der Vereinten Nationen steht. Dazu passt ein außergewöhnlicher Film, den die Lebenshilfe mit dem Verein "denkwerkstadt saarbrücken" verwirklichte. Zu sehen war er an einem symbolträchtigen Datum, 5. Mai, dem "Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung". Er lief vor rund 100 Gästen, gefolgt von einer spannenden Diskussion.

"Be my Baby" heißt das bundesweit mehrfach ausgezeichnete Werk, das die Geschichte der 18-jährigen Nicole erzählt. Sie hat das Down-Syndrom und will ein ganz normales Leben mit Partnerschaft, Heirat, Baby. Doch als sie wirklich ein Kind erwartet, wird die Toleranz ihrer Familie auf eine harte Probe gestellt. Carina Kühne spielt die Nicole. Die junge Schauspielerin hat das Down-Syndrom. "Mit dem außergewöhnlichen Film gaben die ,denkwerkstadt saarbrücken' und die Lebenshilfe Saarbrücken Denkanstöße zur Integration von Menschen mit Behinderungen und wichtige Impulse zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema Behinderung. Nur ein Miteinander erzeugt Gemeinschaft. Und nur ein Umdenken bewirkt ein verändertes Handeln," sagte Alfred Maas, der Vorsitzende der Lebenshilfe . Auf Initiative der denkwerkstadt saarbrücken läuft "Be my Baby" im Herbst im Filmhaus Saarbrücken . Der Termin steht noch nicht fest.