Polizei schützt Weihnachtsmarkt

Es gibt keine konkrete Hinweise auf eine Gefahr, aber man sei besonders wachsam, sagt die Polizei. Der Verkehrsverein hatte vor dem Saarbrücker Weihnachtsmarkt erklärt, dass man keine Bedenken habe.

Klartext reden möchte niemand. "Wir gehen von einer hohen abstrakten Gefährdungslage aus. Aber es gibt keine konkreten Hinweise", sagt Stephan Laßotta von der Landespolizeidirektion auf die Frage, ob Weihnachts- und Christkindlmärkte Ziele von Anschläge sein könnten.

Natürlich seien so großen Menschenansammlungen immer eine anspruchsvolle Aufgabe für Sicherheitskräfte, aber auch bereits vor dem Terror in Paris habe man gute Konzepte gehabt, solche Veranstaltungen möglichst sicher zu machen.

Das Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt in Saarbrücken habe sich bewährt, sagt Harald Groß von der St. Johanner Polizei .

Ebenso habe sich das Konzept der Alt-Saarbrücker Kollegen für den Weihnachtsmarkt am Schloss, als gut erwiesen. Wegen der nach den Anschlägen in Paris verschärften "allgemeinen deutschen Sicherheitslage" habe man aber in Absprache mit dem Veranstalter des Christkindlmarkts "abgestimmt und beschlossen, die Polizeipräsenz zu erhöhen". Ein Grund, Angst zu haben, sei das nicht, so Groß. Es gebe "keine konkrete Bedrohungssituation". "Mehr Präsenz bedeutet nicht, dass wir etwas erwarten. Wir wollen aber zeigen, dass wir besonders wachsam sind." Informationen darüber, wie viel Polizei im Einsatz ist, könne er nicht geben, sagt Groß. Denn man wolle sich da nicht in die Karten schauen lassen. Auch der Veranstalter werde seine Sicherheitsmaßnahmen erhöhen.

Der Veranstalter ist der Verkehrsverein Saarbrücken . Zu den konkreten Sicherheitsmaßnahmen will auch dessen Geschäftsführer, Alexander Hauck, nichts sagen. Er versichert aber: "Wir sind in regelmäßigem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden." Und nach dem 13. November habe man "sicherheitsrelevante Aspekte noch stärker herausgearbeitet". Hauck: "Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil es eben sicherheitsrelevant ist."