Polizei im Saarland hat bislang 130 Stellen abgebaut

Der im Jahr 2011 beschlossene Abbau von 300 Stellen bei der saarländischen Polizei schreitet voran. Seit Beginn der Umstrukturierung vor gut drei Jahren sind bereits 130 der einst knapp 3000 Stellen weggefallen, wie Landespolizeipräsident Norbert Rupp bei einem Vortrag im Saarbrücker Presseclub erläuterte.

Bis zum Jahr 2020 sollen nach den Vorgaben der Polizeireform dann weitere 170 Stellen wegfallen.

Rupp betonte, dass die bisherigen Stellenstreichungen keine Auswirkungen auf die Sicherheit im Saarland hätten. Alle Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung zeigten, dass es seit Beginn der Umorganisation "überhaupt keine Auffälligkeiten" gebe. Dass die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren gestiegen sei, habe damit nichts zu tun. "Die saarländische Polizei hat noch nie so viel Manpower zur Bekämpfung dieses Phänomens eingesetzt wie in den letzten drei Jahren", so Rupp.

Dass inzwischen drei Inspektionen - Wadern, Türkismühle und Blieskastel - nachts an einigen Tagen in der Woche schließen, weil in den insgesamt neun sogenannten B-Inspektionen ausscheidende Polizeibeamte nicht mehr ersetzt werden, sei "überhaupt kein Problem". Im Bedarfsfall kämen Streifenwagen anderer Inspektionen. Rupp: "Es hat bislang nicht eine einzige kritische Situation gegeben."

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