Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 19:15 Uhr

„Plötzlich zeigt der Schiri auf den Punkt“

Der Saarbrücker Torwart Niklas Adam und der Wiesbacher Björn Recktenwald (von links) legen eine Flugeinlage hin, während der Saar-05-Torschütze Leoluca Diefenbach sich wegducken muss. Recktenwald verwandelte in der 83. Minute einen umstrittenen Elfmeter zum 2:2-Endstand. Foto: Wieck
Der Saarbrücker Torwart Niklas Adam und der Wiesbacher Björn Recktenwald (von links) legen eine Flugeinlage hin, während der Saar-05-Torschütze Leoluca Diefenbach sich wegducken muss. Recktenwald verwandelte in der 83. Minute einen umstrittenen Elfmeter zum 2:2-Endstand. Foto: Wieck FOTO: Wieck
Saarbrücken. Regionalliga-Absteiger Saar 05 Saarbrücken ist im Oberliga-Saarderby gegen den FC Wiesbach nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus gekommen. Dabei sah bis kurz vor dem Ende alles nach einem Sieg aus. Dann gab es eine strittige Entscheidung. Sebastian Zenner

Eine Szene war es, die nach der Partie zwischen Saar 05 Saarbrücken und dem FC Hertha Wiesbach am vergangenen Samstag die Diskussionen bestimmte. Dafür sorgte beim Saarderby in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar eine Elfmeter-Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns um David Scheuermann. Durch den von Björn Recktenwald in der 83. Minute verwandelten Strafstoß glichen die Gäste aus Wiesbach zum 2:2 aus und sicherten sich im Kieselhumes-Stadion einen Punkt.

"Auf einmal fällt der hin - und der Schiedsrichter pfeift. Ich hatte mich herumgedreht, sah die Gelbe Karte und dachte, dass er die wegen einer Schwalbe zeigt", beschrieb Saarbrückens Innenverteidiger Armend Haliti, wie er die strittige Situation erlebte. Er ergänzte: "Plötzlich zeigt der Schiri auf den Punkt. Wenn das schon reicht, müsste man meiner Meinung nach im Spiel zehn Elfmeter geben." Der frühere Wiesbacher hatte sich nach einer hohen Flanke von Rechtsaußen im Strafraum einen Zweikampf mit Marius Neumeier geliefert, die zum Elfmeter führte. Hertha-Trainer Michael Petry meinte zu der Szene: "Das war ein ganz klarer Elfmeter . Neumeier wurde umgerissen."

Saar 05 hatte vor etwa 250 Zuschauern in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, Wiesbach in der zweiten. Nach einer Flanke von David Seibert von der linken Außenbahn und einer missglückten Kopfball-Abwehr von Wiesbachs Kapitän Mike Baier landete das Spielgerät auf der Brust von Athanasios Noutsos. Technisch fein legte der sich den Ball vor und zog volley ab - das 1:0 für den Regionalliga-Absteiger nach 32 Minuten.

Kurz vor dem Pausenpfiff hätten die Gastgeber fast auf 2:0 erhöht. Hertha-Schlussmann Julian Wamsbach lenkte den Ball nach einem Distanzschuss von Kristoffer Krauß mit den Fingerspitzen über die Latte.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur wenige Sekunden, bis die Gäste ausgleichen konnten: Marcel Noll fasste sich ein Herz und erzielte - mit seinem schwächeren rechten Fuß - per Fernschuss das 1:1 (46. Minute). Der junge Saar-05-Schlussmannn Niklas Adam stand dabei einige Schritte zu weit vor seinem Tor und ließ sich wie seine Mitspieler von Nolls Sonntagsschuss aus knapp 30 Metern überraschen.

Die Gastgeber zeigten sich vom Ausgleichstreffer wenig beeindruckt. Sie schlugen gut zehn Minuten später zurück: Nach einem Freistoß von Sascha Simon und zwei ungewollten Kopfball-Verlängerungen zweier Wiesbacher stand Leoluca Diefenbach am zweiten Pfosten goldrichtig. Er schaltete blitzschnell und bugsierte den Ball per Seitfallzieher zur 2:1-Führung ins Tor (57.). Doch Recktenwalds sicher verwandelter Strafstoß bedeutete dann den erneuten Ausgleich.

"Wir haben in der letzten halben Stunde einfach nicht mehr konzentriert genug nach vorne gespielt und unsere Konterchancen nicht gut ausgespielt. Wir hätten den Sack zu machen können, aber mit dem 2:2 können wir am Ende auch gut leben", gab Haliti zu. Wenigstens in diesem Punkt war er sich mit dem Wiesbacher Trainer Petry einig, der sagte: "Wir hatten am Ende mehr Körner und noch zwei hundertprozentige Torchancen. Von daher hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Aber das ganze Spiel betrachtet geht das Unentschieden jedoch in Ordnung."

Am heutigen Mittwoch geht es für Saar 05 Saarbrücken um 19 Uhr mit dem Spiel beim TuS RW Koblenz weiter. Der FC Wiesbach empfängt um 19.30 Uhr den TuS Mechtersheim.