Platz wird zum Ort der Erinnerung

"Der unterbrochene Wald" des Künstlers Ariel Auslender wird auf dem Rabbiner-Rülf-Platz an die während des Nazi-Terrorregimes ermordeten saarländischen Juden erinnern. Der Bauausschuss des Stadtrates und der Bezirksrat Mitte haben diesen Beschluss der Wettbewerbsjury gestern in einer gemeinsamen Sitzung zustimmend zur Kenntnis genommen

Saarbrücken. "Der unterbrochene Wald" des Künstlers Ariel Auslender wird auf dem Rabbiner-Rülf-Platz an die während des Nazi-Terrorregimes ermordeten saarländischen Juden erinnern. Der Bauausschuss des Stadtrates und der Bezirksrat Mitte haben diesen Beschluss der Wettbewerbsjury gestern in einer gemeinsamen Sitzung zustimmend zur Kenntnis genommen. Das letzte Wort hat am Dienstag der Stadtrat. Das Kunstwerk Auslenders besteht aus 40 bronzenen Baumstämmen. Ein Teil davon wird auf den Stufen der neuen Treppe an der Berliner Promenade verankert. Auf dem Platz werden die Baumstämme dichter aufgestellt, so dass ein Wald entsteht. Außerdem wird eine Tafel mit dem Zitat "Es war eine große und schöne Gemeinde von dreitausend Seelen" des Rabbiners Schlomo Rülf in den Boden eingelassen. So soll ein "Erinnerungswald" entstehen. Zusätzlich sollen die Namen der saarländischen Nazi-Opfer genannt werden. Der Künstler wurde 1959 in Buenos Aires geboren. Seit 2006 leitet er den Lehrstuhl für Plastisches Gestalten an der Technischen Universität Darmstadt. Die Kosten betragen zwischen 150 000 und 200 000 Euro und seien im Haushalt finanziert, teilt die Verwaltung mit. sm