Pinguine im Klimawandel und Frauen im Fußballfieber

Um 20.11 Uhr am Samstagabend waren alle in der Klinkentalhalle „ready for take-off“: Der KKV hatte zu seiner Kappensitzung eingeladen, die unter dem Motto stand „Flug 2014 – Der KKV startet durch“.

Als Co-Pilot von Sitzungspräsidentin Nadja Schorr führte Georg Faber sein Publikum locker durch den Abend. Garden, Funkenmariechen und überhaupt alle Tänzer und Tänzerinnen fanden die größte Begeisterung beim Publikum. Beifallsstürme, Zugabe-Rufe, Pfiffe und Raketen gab es für alle tänzerischen Darbietungen, besonders aber für das Männerballett kurz vor Ende des Abends. "Ein Pinguin im Klimawandel" lautete ihr Thema, und im Pinguin-Kostüm mit plüschigem Umhang betraten die sechs Akteure die Bühne. Die Umhänge fielen zuerst, dann das restliche Kostüm, denn es wurde heiß, 36 Grad genau. In Bermuda-Shorts und T-Shirts beendeten die Pinguine ihren Auftritt, und der Jubel war groß. Obwohl ziemlich außer Atem, durften sie ohne Zugabe die Bühne nicht verlassen.

Bezeichnend für den Abend war, dass das Männerballett ohne die Mitwirkung von zwei Frauen nicht auskam, denn das Verhältnis Mann-Frau stand im Fokus der meisten Büttenreden. Den Anfang machte Nadja Schorr. Sie begleitet ihren fußballfanatischen Freund zu einem Spiel und versteht nichts von Fußball: "Die hann doch all e Knall, sovill Spieler unn nur äner Ball." Frauen und Fußball, so Georg Faber anschließend, sei ein spezielles Thema. Im Übrigen gebe es nur drei Gruppen von Männern, die Frauen nicht verstehen: Junge Männer, Männer mittleren Alters und alte Männer. Auch Gastredner Walter Reiter "vom Elmerschbersch" verbreitete die Botschaft "Fraue sinn kenn Männer", plauderte aus seinem Eheleben und fragte sich, wie ein freier Mann zum Ehemann werden könne. Sabine Bechtel legte in ihrer Rede noch eine Schippe drauf ("Die Plage der Frau ist der Mann") und bezeichnete das männliche Geschlecht als "Gottes größte Fehlkonstruktion". Sie ließ kein gutes Haar an den Männern: "So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken, so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken." In das gleiche Horn blies das selbsternannte Prinzenpaar, Prinzessin "Ich, die erste" und Prinz "Meiner, das letschde". Für Ortsvorsteher Holger Maroldt waren in seiner Büttenrede die Unterschiede zwischen Mann und Frau nur eine Bemerkung am Rande wert. Er konzentrierte sich mehr auf das Zoogeschäft in Schiffweiler, erzählte Witze über Papageien und Pinguine, machte einen kurzen Abstecher nach Stennweiler, wo die "Reichen wohnen" und berichtete vom Chauffeur der Bundeskanzlerin. "Ich bin bestimmt kenn Wortverdreher, ich bin de Landswilla Ortsvorsteher."

Zum Thema:

Auf einen BlickMitwirkende: Minigarde (Trainerin: Manuela Baus, Betreuerin: Rosi Bresselschmitt), Jugendgarde (Trainerinnen: Manuela Baus, Sandy Stachel), Juniorengarde (Trainer-Team: Melanie Kaas, Christine und Sabine Bechtel, David Penth), Aktivengarde (Trainerin: Sabine Bechtel); Jugendtanzmariechen Paula Schmitt, Mariella Bäcker, Kim Kohr (Trainerinnen: Manuela Baus, Sandy Stachel); Aktiventanzmariechen Anna-Lena Trapp (Trainerinnen: Sabine Bechtel, Melanie Kaas); Speckenbachstelzen (Trainerin: Melanie Kaas); Männerballett (Trainerinnen: Christine Bechtel und Lisa Baus; Gesangsgruppe; Büttenredner: Nadja Schorr ("Fußball"), Walter Reiter ("Fraue sinn kenn Männer"), Sabine Bechtel ("Die Plage der Frau ist der Mann), Heike Groß, Uli Knecht ("Prinzenpaar"), Ortsvorsteher Holger Maroldt. iri

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