Philologen kritisieren geplante Umstellung beim Benotungssystem

Philologen kritisieren geplante Umstellung beim Benotungssystem

Die vom Bildungsministerium geplante Umstellung des Benotungssystems in den Klassenstufen 5 bis 9 der Gymnasien bringt den Lehrern und Schulen nach Ansicht des Saarländischen Philologenverbands (SPhV) keinen konkreten Nutzen. Dafür verursache sie bürokratischen Aufwand und finanzielle Kosten.



Neben den einschlägigen Vorschriften müssten eine Reihe von Formularen in den Schulen neu gestaltet und die von den Schulen eingesetzte Software umgestellt werden, schreibt SPhV-Chef Macus Hahn in einer Mitteilung. Auch in der Unter- und Mittelstufe der Gymnasien soll die klassische Notenskala von 1 bis 6 im nächsten Schuljahr durch das 15-Punkte-System ersetzt werden (die SZ berichtete).

Positiv sei es hingegen, dass sich bei SPD und Grünen anscheinend die Einsicht durchgesetzt habe, dass Ziffernnoten eine große Bedeutung für die Information und die Orientierung von Eltern und Schülern hätten, sagte Hahn. "Man muss sich aber doch fragen, ob das Bildungsministerium angesichts der drängenden Probleme wie zum Beispiel der Umsetzung der Inklusion oder den schwierigen Finanzierungsproblemen im Bildungsbereich wirklich nichts Dringenderes zu tun hat", erklärte Hahn.