Pflegegesellschaft will mehr Personal in Altenheimen

Die Saarländische Pflegegesellschaft fordert für Senioreneinrichtungen eine Aufstockung des Personals um durchschnittlich elf Prozent. Um mehr Zeit für Pflegebedürftige zu haben, sei ein besserer Personalschlüssel erforderlich, erklärte Harald Kilian, Vorsitzender der Pflegegesellschaft gestern.

Die Anstrengungen zur Gewinnung von Pflegekräften müssten vervielfacht werden.

Die Pflegegesellschaft tritt für einen von den Pflegestufen unabhängigen Personalschlüssel ein. Eine 2012 erstellte Studie, an der sich 62 Pflegeeinrichtungen im Saarland beteiligten, habe ergeben, dass die bestehenden Pflegestufen den tatsächlichen Pflegeaufwand nur zu einem geringen Teil widerspiegelten. Während es in einigen der saarländischen Pflegeheime ausreichend Personal gebe, reiche bei vielen anderen der Personalbestand nicht, um die vertraglich zugesicherte Leistung zu erbringen, hieß es. Bei einem Pflegeheim mit 100 Plätzen könne die Personalausstattung zwischen 28 und 45 Vollzeit-Pflegekräften schwanken.

Die Saarländische Pflegegesellschaft führt derzeit Rahmenvertragsverhandlungen für die Einrichtungen der vollstationären Pflege mit Pflegekassen, Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken. Die Pflegegesellschaft vertritt alle stationären und teilstationären Altenhilfeeinrichtungen im Saarland, alle ambulanten Dienste der Wohlfahrtsverbände (Sozialstationen) sowie mehr als 90 Prozent der privat-gewerblichen Pflegedienste. Insgesamt werden in rund 250 Einrichtungen an die 20 000 Menschen betreut.

Mehr von Saarbrücker Zeitung