Pflegebranche setzt auf Brebach

Brebach. Die Saarland-Heilstätten (SHG) will ihr Lehrinstitut für Gesundheitsberufe in Brebach zu einer Berufsakademie für die saarländische Gesundheitswirtschaft ausbauen. Mit diesem Plan machten SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel und Institutsleiter Thomas Grün Gesundheitsminister Weisweiler bekannt. Weisweiler nannte das Vorhaben "zukunftsorientiert und unterstützenswert"

Brebach. Die Saarland-Heilstätten (SHG) will ihr Lehrinstitut für Gesundheitsberufe in Brebach zu einer Berufsakademie für die saarländische Gesundheitswirtschaft ausbauen. Mit diesem Plan machten SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel und Institutsleiter Thomas Grün Gesundheitsminister Weisweiler bekannt. Weisweiler nannte das Vorhaben "zukunftsorientiert und unterstützenswert".Die Berufsakademie gehört zur SHG-Strategie, den Nachwuchs für die Gesundheitsberufe zu sichern. "Die Berufsakademie macht die Gesundheitsberufe attraktiver und sorgt für einen größeren Zustrom von qualifizierten Bewerbern in Pflege und Therapie", sagte Thomas Grün. "Wir erwarten für die nächsten Jahre einen wachsenden Bedarf. Dabei melden sich an vielen Ausbildungsstätten schon jetzt nicht mehr genügend Bewerber. Wenn wir vor allem die Pflege nicht durch attraktive Aufstiegsmöglichkeiten interessanter gestalten, werden wir nicht genug qualifizierten Nachwuchs finden."

Die Möglichkeit, Ausbildung, Studium an einer Berufsakademie und Berufstätigkeit zu verzahnen und damit höherwertige Abschlüsse zu erlangen, ist im Gesundheitswesen noch neu.

Grün ist jedoch sicher, dass dieses kombinierte Herangehen der Ausbildung zugute kommt. Ein weiterer Vorteil: "Für die herausgehobenen Aufgaben in Leitung, Lehre und Wissenschaft wird ein Teil der jeweiligen Berufsgruppe höher qualifiziert." Die Verzahnung zwischen Ausbildung und Studium bringe zudem kürzere Studienzeiten. Grün: "Das macht das Modell für viele Schulabgänger interessant."

Die weiteren Teile des Konzepts sollen dafür sorgen, dass Pflegepersonal Unterstützung aus neuen Assistenzberufen bekommt. Das Stufenprogramm führt künftige Auszubildende schrittweise an eine Pflegeausbildung heran. So können Langzeitarbeitslose, Jugendliche mit Ausbildungsproblemen, Berufsrückkehrer und Einwanderer für die Pflege gewonnen werden.

Das Stufenmodell bietet der SHG zufolge gleichzeitig die Gewähr, dass engagierte Interessenten individuelle Entwicklungsmöglichkeiten von der Stationsassistenz über die Krankenpflegehilfe, Krankenpflege und Fachpflege bis hin zum Studium haben. red

Weitere Informationen über Pflegeberufe im Lehrinstitut für Gesundheitsberufe der SHG, Scheidter Straße 135, Brebach, Telefon (06 81) 87 00 90.