Pfauen im DFG brauchen Schutz vor Fuchs und Hund

2012 sind die Pfauen in den Deutsch-Französischen Garten zurückgekommen. Die prächtigen Tiere haben sich nach Überzeugung der Verantwortlichen sehr gut eingelebt, müssen aber weiter vor Hunden geschützt werden.

Wenn es nach den Besuchern geht, dann sollten die Pfauen unbedingt im Deutsch-Französischen Garten (DFG) bleiben. "90 Prozent sind begeistert", freut sich Werner Trenz, der leitende Gartenmeister in Diensten der Landeshauptstadt, über die Aufmerksamkeit für die drei prächtigen Tiere. Im Juni 2012 waren sie als Neuzugänge gemeldet worden, eine Schenkung von den Frauen der SPD-Stadtratsfraktion. Die waren damals dem Wunsch aus der Bevölkerung gefolgt, wieder Pfauen anzusiedeln, die früher zum Bild des Garten gehört hatten. Die Fraktion verfolge die Eingewöhnung der aus einer saarländischen Zucht stammenden Tiere weiter und bekomme viel positive Resonanz, sagt Sprecher Simon Musekamp.

Von vier Pfauen sind leider nur noch zwei weibliche und ein männliches Exemplar geblieben. Ein Vogel wurde am Osterdienstag von einem Hund totgebissen. Am Montag dieser Woche kam es nach Schilderung von Trenz zu einem erneuten Angriff eines großen Hundes auf die Vögel, die aufgeschreckt aus dem Park flüchteten. Womit Werner Trenz auch schon beim Hauptproblem ist: "Die Pfauen haben sich schon sehr gut eingelebt, aber wir müssen sie weiter vor freilaufenden Hunden der Besucher und vor Füchsen schützen." So ist zu erklären, dass die Tiere nach wie vor ab dem Nachmittag in einer eigens gebauten Volière eingeschlossen werden. Wenn morgens gegen sieben Uhr die Mitarbeiter des Gartenamtes zu Arbeit kommen, sperren sie den Käfig auf, und die Pfauen können sich bis zum Feierabend der Gärtner frei bewegen. Die Pfauen, so erklärt Trenz, seien exzellente Flieger und schauten sich auch außerhalb der neuen Heimat um. So sei einmal ein Weibchen in Namborn im Nordsaarland gelandet und dort eingefangen und wieder zurückgebracht worden

Wie der Gartenmeister ankündigte, wird die Volière demnächst auch mit einem Aus- und Eingang auf dem Dach versehen, so dass die Tiere rund um die Uhr ihren Aufenthalt frei bestimmen können. Kritik am "Pfauen-Knast", der gelegentlich aufkam (SZ vom 26. Oktober 2012) sollte dann verstummen.

Übrigens ist derzeit bei anderen DFG-Bewohnern Nachwuchs zu erwarten. Auf einem Schwimmsteg im Weiher brütet der Schwan. Um die Eier vor Nesträubern auf der Insel zu schützen, bauten die DFG-Mitarbeiter dieses mutmaßlich sichere Provisorium. Und in einem Brutkasten beim städtischen Bauhof werden etwa 15 junge Enten und Gänse aufgezogen. Auch sie sollen im DFG heimisch werden.

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