Peinliche Datenpanne bei Saar-Polizei

Durch ein Versehen hat das Landespolizeipräsidium eine Liste mit Namen und Beurteilungsnoten von mehr als 2000 Beamten an einen großen Verteiler geschickt. Präsident Norbert Rupp hat sich bei den Betroffenen entschuldigt.

. Per Mail wurde Mitte des Monats irrtümlich von einem Mitarbeiter der Personalabteilung beim Landespolizeipräsidium eine Aufstellung mit dienstlichen Bewertungen von über 2000 Polizisten an einen großen internen Verteiler im Saarland verschickt. Landespolizeipräsident Norbert Rupp bestätigte dies gestern gegenüber unserer Zeitung. Der Mitarbeiter habe sich, unmittelbar nachdem er seinen Fehler bemerkte, bei ihm gemeldet und entschuldigt. Rupp: "Diese Entschuldigung habe ich akzeptiert." Die Dienststellen seien angewiesen worden, diese Mail sofort zu löschen. Datenschützer und Personalräte wurden über die Panne informiert. Am Tag nach dem peinlichen Versehen hat Rupp die gesamte Belegschaft per Rundschreiben informiert, dass versehentlich personenbezogene, vertrauliche Daten in dem "Arbeitspapier mit Rangfolgelistenpositionen aller zu Beurteilenden" Unbefugten zugänglich wurden. Er bedauere dies und entschuldige sich. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen seien getroffen.

Die unverschlüsselte Nachricht mit der Tabelle, in der Namen, Dienstgrad und Beurteilung aufgelistet waren, landete bei etwa 80 Empfängern und damit in jeder Polizeidienststelle. Die Adressaten erfuhren, wie die Arbeit ihrer Kollegen von Vorgesetzten bewertet wird. Polizeiintern gibt es folgende Beurteilungsstufen: hervorragend (eins), übertrifft die Anforderungen erheblich (zwei), erfüllt die Anforderungen voll (drei), mängelbehaftet (vier) und ungenügend (fünf). Die Beurteilungen sind bei Beförderungen entscheidend.