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Parteien und Verbände uneins bei Frage zur Rückkehr zu G 9

Parteien und Verbände uneins bei Frage zur Rückkehr zu G 9

Der Vorstoß der SPD , den Gymnasien die Wahl zu lassen, ob sie bei G 8 bleiben oder zu G 9 zurückkehren, wird von der Saar-FDP begrüßt. Die Eltern könnten am besten darüber entscheiden, in welchem Zeitraum ein Kind das Abitur ablegen sollte. Der Verband Reale Bildung fordert statt einer Rückkehr zu G 9 die Stärkung der Gemeinschaftsschule als echte Alternative zum Gymnasium. Schon heute wechselten viele Kinder ans Gymnasium, die den Anforderungen nicht gewachsen seien. Dies könne sich bei der Rückkehr zu G 9 verschärfen, sollten keine verbindlichen Standards für den Besuch des Gymnasiums eingeführt werden.

Die Arbeitskammer begrüßt es, dass sich die Parteien wieder intensiver mit der Frage G 8 oder G 9 befassen, und plädiert für ein besonnenes Vorgehen. Eine reine Verlängerung der Schulzeit um ein Jahr führe nicht automatisch zu besserer Bildung. Hier sei eine Debatte über Qualität nötig.

Die Piratenpartei hält den Vorstoß der SPD nicht für zielführend. Sie spricht sich für eine vollständige Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium aus, um eine Zersplitterung der Schullandschaft zu verhindern.

Die AfD Saar weist darauf hin, dass sie bereits in ihrem Wahlprogramm die Wahlfreiheit fordert. Der Elternwille müsse respektiert werden. "Auch in der Bildungspolitik dackeln die anderen Parteien hinter uns her", so Sprecher Rudolf Müller .